Geschäft mit Millionären: WestLB versilbert Luxemburg-Tochter

Geschäft mit Millionären
WestLB versilbert Luxemburg-Tochter

Die WestLB International S.A. bleibt in der Familie. Die angeschlagene WestLB verkauft ihre Luxemburger Tochtergesellschaft an die Dekabank Deutsche Girozentrale. Damit kommt die Landesbank den Forderungen der EU nach. Am Ende des Weges ist die WestLB aber noch lange nicht.
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HB DÜSSELDORF. Die Deka Bank habe im Rahmen eines Bieterverfahrens den Zuschlag erhalten. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Damit bleibt das Institut in der Sparkassen-Familie.

Die Übernahme stehe allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden. Die WestLB muss sich derzeit auf Druck der EU von zahlreichen Geschäften trennen. Die Dekabank ist der zentrale Anlagen- und Vermögensverwalter der Sparkassen-Finanzgruppe. Den Kunden der WestLB International S.A. stünden auch weiterhin die Mitarbeiter und das bisherige Produkt- und Dienstleistungsangebot zur Verfügung.

Für die WestLB ist der Verkauf der Tochter nach eigenen Angaben ein weiterer Schritt, um sich auf die eigenen Kernkompetenzen zu konzentrieren. Das Düsseldorfer Institut prüft derzeit eine Fusion mit der BayernLB. Ziel sei eine gemeinsame Universalbank mit Schwerpunkt Unternehmensfinanzierung zu schaffen, hatten die beiden Banken in dieser Woche erklärt.

Die WestLB hatte schon 2009 ihre Tochter Weberbank, die ebenfalls vermögende Privatkunden betreut, an die Mittelbrandenburgische Sparkasse verkauft. Damit steigt sie jetzt entsprechend der Auflagen der europäischen Wettbewerbshüter aus dem Geschäft, das andere große Banken kräftig ausbauen, komplett aus. Die WestLB muss nach EU- Auflagen um die Hälfte verkleinert und bis Ende nächsten Jahres mehrheitlich verkauft werden. Alternativ ist auch eine Landesbank- Fusion möglich. Größter Posten auf der WestLB-Verkaufsliste ist die Westdeutsche Immobilien-Bank mit Sitz Mainz.

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