Geschäfte mit kleineren Firmen

Deutsche Bank plant Mittelstandsoffensive

Angekündigt und versprochen wird in der Bankenbranche so einiges - nun will die Deutsche Bank ihren Worten Taten folgen lassen: Das Geldhaus wird nun deutlich verstärkt in das Geschäft mit Mittelständlern einsteigen.
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Anshu Jain (links) und Jürgen Fitschen, die Doppelspitze der Deutschen Bank: mehr Deals mit kleinen Firmen. Quelle: dpa

Anshu Jain (links) und Jürgen Fitschen, die Doppelspitze der Deutschen Bank: mehr Deals mit kleinen Firmen.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Deutsche Bank will wieder verstärkt in das Geschäft mit Mittelständlern einsteigen. Das größte deutsche Geldhaus werde nicht ausgeschöpfte Mittel für Kreditlinien im zweistelligen Milliardenbereich „für die Verbreiterung des Mittelstandsgeschäfts nutzen“, sagte ein Deutschbanker dem Handelsblatt. „In der Vergangenheit haben wir ohne Not viele Kunden den Sparkassen und Volksbanken überlassen“, hieß es in Vorstandskreisen: „Das ist nun vorbei.“

Während früher vor allem große Mittelständler wie Maschinenbauer und Autozulieferer mit Milliardenumsätzen im Fokus standen, will sich die Deutsche Bank demnächst auch um kleine Firmen mit einstelligen Millionenerlösen kümmern. Künftig werde „jeder mitgenommen, der den Kontakt zur Deutschen Bank sucht“, sagte ein Insider. Mit der Offensive will das Institut vor allem ein Signal setzen, dass es sich trotz der wachsenden Globalisierung des eigenen Geschäftsmodells dem Heimatmarkt Deutschland verpflichtet fühlt.

Neben Deutsche Bank Co-Chef Jürgen Fitschen haben sich nach Informationen des Handelsblatts die Vorstände Rainer Neske und Stephan Leithner für die neue Mittelstandsstrategie eingesetzt und an der Ausarbeitung mitgearbeitet. Die drei Top-Banker seien davon überzeugt, dass ein Ausbau des Mittelstandsgeschäfts nicht allein wegen der volatilen Einnahmen aus dem Investmentbanking, sondern grundsätzlich der richtige Schritt sei, hieß es im Umfeld des Vorstands. Die Pläne sollen im November offiziell vorgestellt werden.

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8 Kommentare zu "Geschäfte mit kleineren Firmen: Deutsche Bank plant Mittelstandsoffensive"

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  • Der Verträgungswettbewerb im Mittelstand muss nicht sein
    Aber hier sind mal wieder die Ideologen am Werk

    Hinzu kommt, dass die Verbraucher nicht berücksichtigt werden. Ein Überziehungskredit bei der Sparkasse betrug am 28.9.2012 17,3670 v.H. Was machen also die Verbraucher bei den Unternehmen, die Null Zinsen oder geringe Zinsen anbieten, und in welcher Klemme sitzen sie?

    Hier meldet kein Münchner!

  • Die Deutsch Bank will sich wieder zu Gutmenschen wandeln? Ein schlechter Witz.

  • Gut, dass das Handelsblatt die Mittelständler rechtzeitig warnt, dass die Deutsche Bank sich nun verstärkt um sie kümmern will!

  • Wie gewonnen so zerronnen

    Verkehrte Reihenfolge! Erst mit den Briten und den öffentlich-rechtlichen reden.

  • Das glaubt doch wohl keiner. War einige Jahre bei einer Bankentochter der DB und weiß wie die Mittelständler verhönt wurden. Des weiteren wurden die Zinsen so hoch angesetzt, dass das niemand zahlen wolte. Half das nichts wurden die Bedingungen so grausam gemacht, dass der Kunde den Kredit nicht bekam.
    Ich weiß noch genau wie der Sachbearbeiter für KMU gejammert hat und wegen fehlender Umsätze von der GL gescholten wurde.
    Abwaretn was daraus wird...ein Satz mit X!

  • Ach! Kümmert sich die Deutsche Bank in Zukunft nun doch wieder um ihre verprellten "Peanuts"?

    HB: "Während früher vor allem große Mittelständler wie Maschinenbauer und Autozulieferer mit Milliardenumsätzen im Fokus standen, will sich die Deutsche Bank demnächst auch um kleine Firmen mit einstelligen Millionenerlösen kümmern."

    Wohl doch nicht! Wer Unternehmen mit Millionenumsatz als kleine Firma bezeichnet, hat noch immer die Nase himmelweit im Elfenbeinturm. Früher waren bei der Deutschen auch Handwerker und Kleinbetriebe gern gesehen. Oder zumindest geduldet...

    HB: "Künftig werde „jeder mitgenommen, der den Kontakt zur Deutschen Bank sucht“, sagte ein Insider."

    Sicher! Und zwar bis zur Eingangstür. Damit er ganz sicher wieder geht. Oder etwa doch anders?

    Wie wär's als erste vertrauensbildende Maßnahme, wenn die Deutsche Bank sich öffentlich zu Recht und Gesetz im Alltag bekennt und den Rechtsanspruch auf ein Guthaben-Girokonto nicht mehr auf bürgernahe Institute abwälzt?

    Nur so für den Anfang...

  • Könnte es sein, daß die Deutsche Bank endlich das macht, was Banken eigentlich tun sollten?

    Die Wirtschaft mit Krediten versorgen!

    Vielleicht mit der gleichen "Leidenschaft", mit der sie am Zustandekommen des Finanzcrashs beteiligt war?

  • die deutsche bank zog mitte ende der neunziger durch berlin und verteilte großzügig liquidität.

    diese,bzw. das was übrigblieb, wurde dann 2-3 jahre später wieder eingesammelt und die dazugehörigen bankabteilungen stark ausgedünnt,dann ganz geschlossen.

    wenn die resterampe deutsche bank mit ihrem hybriden vorstand sich nun wieder ne blutige nase holen will, bitteschön.

    geldverleihen an den mittelstand is ne menschenkunst und diese hat die truppe in ihrem aufgeblasenen klumpenrisiko schon weit unter sich gelassen.

    die sparkassen und volksbanken sind in der mittelstandsfinanzierung schlicht näher dran,in den branchen kenntnisreicher und in der risikoabschätzung wacher.

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