Geschäftsjahr 2014
Krim-Krise bedroht Raiffeisen Bank International

Die Geschäfte der Raiffeisen Bank International sind derzeit stabil. Aber der Ausblick ist eng an die Entwicklungen in der Ukraine gekoppelt – und die kann niemand vorhersehen. Auch Russland ist ein wichtiger Markt.
  • 1

WienDie Krim-Krise hängt wie ein Damoklesschwert über der Raiffeisen Bank International. Derzeit sei das Geschäft der Banktöchter im von Sanktionen bedrohten Russland und der Ukraine zwar stabil, sagte Bankchef Karl Sevelda am Donnerstag. Es sei jedoch schwer, Prognosen über den künftigen Verlauf abzugeben. „Ich möchte die Lage nicht schön färben. Selbstverständlich bestehen Risiken für die Raiffeisen Bank International. Wir haben deshalb den Ausblick für das Geschäftsjahr 2014 unter Vorbehalt gestellt“, sagte Sevelda. Das Russland-Geschäft ist der wichtigste Ertragsbringer des Konzerns.

Im laufenden Jahr erwartet die Bank angesichts der Wirtschaftserholung in einigen Ländern Osteuropas ein leichtes Kreditwachstum. Die Vorsorgen für faule Kredite, die Kunden nicht fristgerecht zurückzahlen können, bleiben voraussichtlich auf dem hohen Vorjahresniveau von 1,15 Milliarden Euro. Mögliche Einbußen durch die Krim-Krise seien dabei aber nicht berücksichtigt.

Die Bank ist der zweitgrößte Kreditgeber in Osteuropa nach der Uni Credit -Tochter Bank Austria. Allein in Russland erwirtschaftete die RBI im vergangenen Jahr rund drei Viertel ihres Vorsteuergewinns, der wegen höherer Kreditrisikokosten und steigender Verwaltungskosten um knapp ein Fünftel auf 835 Millionen Euro schrumpfte. Die Aktionäre sollen daher eine geringere Dividende von 1,02 nach 1,17 Euro erhalten.

In Russland hat Raiffeisen derzeit Kredite im Umfang von zehn Milliarden Euro vergeben – vor allem an Geschäftskunden. Zwar hätten sich die Wachstumsaussichten dort eingetrübt. „Dennoch sind wir überzeugt, dass das ein attraktiver Bankenmarkt bleibt, wenn die Krise überwunden wird“, sagte Sevelda.

In der Ukraine besitzt Raiffeisen mit der Tochter Aval die fünftgrößte Bank des Landes. Sie hat rund 3,6 Milliarden Euro an Krediten vergeben und verbuchte im Vorjahr einen Gewinn von 101 Millionen Euro. Zwar hätten Privatkunden in der Ukraine zuletzt aus Sorge um ihr Erspartes viel Geld abgehoben und „unter dem Kopfpolster“ gehortet. Allerdings konnte die Bank in der Ukraine auch rund 100.000 neue Kunden gewinnen, weil diese von russischen Instituten wechselten. Ob die RBI die Verkaufspläne für die Tochter vorantreibe, hänge von der weiteren Entwicklung des Landes ab, sagte Sevelda.

Seite 1:

Krim-Krise bedroht Raiffeisen Bank International

Seite 2:

Krise bremst Rückzahlungen von Staatshilfen

Kommentare zu " Geschäftsjahr 2014: Krim-Krise bedroht Raiffeisen Bank International "

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ich qweiß nicht, was das alles soll?

    95% der Bürger der Krim waren für einen anaschluss an RUS. Verdammt noch mal, kann man auch mal akzeptieren, was das Volk will. wenn ich das dieses wild gewordene Blondchen aus der Ukraine höre, die mit einem Sturmgewehr Politik machen will, kann ich jeden verstheen, der in das demokratische RUS will.

    wir sind doch nicht die Skalve von diesme kriegswütigen Obama, der uns nur vorschicken will, weil er mit dieser Krise uns schaden will.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%