Gespielte Exekution
Makaberes Video kostet sechs Banker den Job

Sechs Mitarbeiter der britischen Großbank HSBC haben eine Exekution im Stil der Terrorgruppe IS gespielt und gefilmt. Sie machten das auf einem Ausflug, der eigentlich ein ganz anderes Ziel hatte.
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DüsseldorfAls „abscheulich“ hat die britische Großbank HSBC ein Video bezeichnet, das Mitarbeiter im sozialen Bilder-Netzwerk Instagram verbreitet hatten.

Der kurze Film zeigt fünf Männer in schwarzen Hosen und schwarzen Trainingsjacken, die Sturmhauben über ihre Gesichter gezogen haben. Vor der Gruppe kniet ein glatzköpfiger Mann in einem orangefarbenen Overall, den Kopf zu Boden gesenkt. Dann ruft einer aus der Gruppe „Allah Akbar“, „Gott ist groß“, und die anderen lachen. Mit einem Kleiderbügel macht ein Vermummter Gesten, die eine Enthauptung simulieren.

Es ist eine Szene, wie sie die Terrorgruppe IS um die Welt verbreitet hat. Der Film ist gespielt – von HSBC-Mitarbeitern auf einem Firmenausflug in England. Der Ausflug hatte das Ziel, die Zusammenarbeit im Team zu verbessern.

Die Bank teilte britischen Medien mit, dass sie wegen des Vorfalls sechs Mitarbeiter entlassen habe. „Wir haben die Entscheidung getroffen, die darin verwickelten Personen zu entlassen“, zitierte der „Guardian“ einen Sprecher. Über den Film hatte zunächst die „Sun“ berichtet.

Es ist unklar, welche Funktionen die Mitarbeiter bei der HSBC hatten. Die Bank beschäftigt allein in Großbritannien etwa 48.000 Mitarbeiter und hat kürzlich ein Stellenabbau-Programm angekündigt. Etwa ein Sechstel der Beschäftigten wird das Unternehmen verlassen müssen.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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  • Größenwahn und Perversitäten findet man überall dort, wo das Geld der Notenbanken gebunden ist.

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