Gespräche gescheitert
Citigroup droht Milliardenklage wegen faulen Hypotheken

Die USA machen in der Abrechnung mit Banken ernst. Nachdem Gespräche über einen Vergleich angehalten wurden, dürfte es nun Klagen hageln. Die US-Großbank Citigroup muss schon nächste Woche mit einer rechnen.
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New YorkDer US-Großbank Citigroup droht eine milliardenschwere Klage der Regierung wegen fragwürdiger Geschäfte mit Hypothekenpapieren.

Mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten am Freitag, das Justizministerium bereite einen solchen Schritt vor, nachdem Gespräche über einen Vergleich gescheitert seien. Dabei sei es um eine Strafforderung von mindestens zehn Milliarden Dollar gegangen.

Die Klage könne bereits nächste Woche eingereicht werden. Citigroup wird vorgeworfen, Investoren hochriskante Hypothekenpapiere verkauft und damit um Milliarden von Dollar gebracht zu haben. Eine ähnliche Klage plant das Justizministerium gegen Bank of America. Auch hier kam es bislang nicht zu einer Einigung. Diskutiert wurde über einen Vergleich in Höhe von zwölf bis 17 Milliarden Dollar.

Die neuesten Fälle um Citigroup und Bank of America sollen wohl auch zeigen, dass die USA nicht bloß gegen Banken im Ausland, wie jüngst die Credit Suisse und Frankreichs BNP Paribas, vorgeht. „Der Effekt ist, dass diesen Vorwürfen der Wind aus den Segeln genommen wird“, sagte Erik Gordon, Professor an der Universität von Michigan, der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Citigroup und Bank of America sind zwei der mindestens acht Banken, gegen die in den USA wegen faulen Hypotheken ermittelt wird. Im November hatten bereits Credit Suisse, Wells Fargo und JP Morgan Chase, die Vorwürfe mit Vergleichen in der Höhe von insgesamt 13 Milliarden Dollar aus der Welt geschafft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Michaël Jarjour
Michaël Jarjour
Handelsblatt / Freier Journalist

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