Gewinne bei Privat- und Firmenkundengeschäft: Commerzbank nährt Fusionsfantasie

Gewinne bei Privat- und Firmenkundengeschäft
Commerzbank nährt Fusionsfantasie

Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller hat sich offen für das Zusammengehen mit einem Partner gezeigt und damit Fusionsfantasien neue Nahrung gegeben. Aktuell führe die Bank dazu aber keine Verhandlungen. Dagegen seien die Gespräche über eine Übernahme der Filialen der Hofer Schmidt-Bank „auf gutem Wege“.

HB FRANKFURT. „Wir bleiben ... offen für jede vernünftige Lösung mit anderen, sei es auf der nationalen oder internationalen Bühne“, sagte Müller bei der Vorlage der Jahresergebnisse für 2003 in Frankfurt. Aktuell gebe es keine Verhandlungen und bei den Planungen gehe er weiter von der Unabhängigkeit seines Hauses aus. Die Bank gilt nach dem jüngsten Sparkurs und den milliardenschweren Abschreibungen als potenzielles Übernahmeziel ausländischer Institute - und wird auch immer wieder als Partner für die Münchener HVB genannt.

Müller ließ keinen Zweifel daran, dass er in diesem Jahr alles daran setzt, nicht nur die Kosten weiter im Griff zu halten, sondern endlich auch bei den Erträgen zuzulegen. „Nachdem 2003 für uns das Jahr der Konsolidierung war, wird 2004 das Jahr des Aufbruchs mit kontrollierter Expansion.“ Ein erster Schritt ist laut Finanzvorstand Eric Strutz gemacht: „Der Januar war ein guter Start ins Jahr. Wir haben im Januar mehr operativen Gewinn als im vierten Quartal gemacht.“

2004 werde das Hauptaugenmerk auf dem Firmenkundengeschäft liegen und im Privatkundenbereich solle der Fokus auf dem margenstarken Geschäft wie Baufinanzierungen oder Fonds- und Wertpapierprodukte liegen, sagte Müller weiter. Bis März sollen die Verhandlungen über den Kauf des Filialgeschäfts der Schmidt-Bank aus Hof abgeschlossen sein. „Wir würden damit etwa zehn Prozent mehr Kunden gewinnen, das ist für uns nennenswert“, sagte Müller. Die Commerzbank verhandelt seit einigen Wochen mit der defizitären fränkischen Regionalbank, die mit einer Übernahme enden könnten. Zum Thema Stellenabbau sagte der Commerzbank-Chef: „Ich denke, das war's.“ Die Commerzbank hatte Ende des abgelaufenen Jahres 32 377 (2002: 36 566) Beschäftigte.

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