Gewinneinbruch
Hohe Abschreibungen belasten Bank Austria

Der Gewinn der UniCredit-Tochter bricht ein: Grund dafür sind hohe Abschreibungen auf griechische Anleihen und ein sinkender Verdienst von Tochterunternehmen in Osteuropa. Derzeit wird die Kernkapitalquote erhöht.
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WienDie Bank Austria hat im vergangenen Jahr wegen hoher Abschreibungen auf griechische Anleihen und ihre Töchter in der Ukraine und Kasachstan weniger verdient. Der Gewinn schrumpfte um 71 Prozent auf 209 Millionen Euro, wie die UniCredit-Osteuropatochter am Mittwoch mitteilte. Allein die Abschreibung auf griechische Staatsanleihen belastete das Ergebnis mit 396 Millionen Euro. Zudem entwickelte sich das Geschäft in Kasachstan und der Ukraine schlechter als gedacht. Die Bank Austria schrieb deswegen den Wert ihrer dortigen Töchter zum Ende des Jahres um 350 beziehungsweise 329 Millionen Euro ab.

Die hohen Bankensteuern belasteten das Ergebnis mit 100 Millionen Euro. Im operativen Geschäft profitierte das Institut angesichts des Wirtschaftsaufschwungs in der ersten Jahreshälfte von einer deutlich geringeren Vorsorge für faule Kredite. Sie ging im Jahresverlauf um 27 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro zurück. „2011 war ein Jahr mit zwei Gesichtern“, resümierte Bank-Austria-Chef Willibald Cernko.

„Einem von der Konjunkturbelebung angetriebenen guten ersten Halbjahr stand ein zweites Halbjahr gegenüber, das von der europäischen Staatsschuldenkrise sowie von den Verwerfungen rund um Griechenland und der einsetzenden Konjunkturabschwächung geprägt war.“ Die strengeren Kapitalrichtlinien der Bankenregulierer stellen für die Bank Austria kein Problem dar.

Die harte Kernkapitalquote (Core Tier 1) stieg per Ende 2011 auf 10,55 von 10,04 Prozent Ende 2010. Die Mutter UniCredit muss bis Mitte des Jahres eine harte Kernkapitalquote von neun Prozent vorweisen und hat sich dafür zu Jahresbeginn 7,5 Milliarden Euro über eine Kapitalerhöhung geholt.

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