Gewinneinbruch
Santander mit desaströsem Quartal

Santander hat im ersten Halbjahr deutlich weniger verdient als Analysten erwartet hatten. Die größte Bank der Euro-Zone hat Milliarden auf faule Hypotheken abgeschrieben. Der Einbruch im zweiten Quartal ist dramatisch.
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MadridDie spanische Großbank Santander kann sich immer weniger den Problemen im Heimatland entziehen. Während die Bank bisher die Verluste durch die spanische Krise dank ihres starken Geschäfts im Ausland relativ gut wegstecken konnte, schlug die Rezession in dem Land jetzt voll zu. Zugleich endete in Brasilien der Kreditboom abrupt. Brasilien ist der wichtigste Markt von Santander.

Im zweiten Quartal schrammte die Bank nur knapp an einem Verlust vorbei. Der Überschuss brach um 93 Prozent auf 100 Millionen Euro ein, wie das Institut am Donnerstag in Madrid mitteilte. Auf das erste Halbjahr gesehen erreichte die größte Bank der Euro-Zone nur noch einen Nettogewinn von 1,7 Milliarden Euro, das waren mehr als 50 Prozent weniger als im vergangenen Jahr.

Analysten hatten einen Nettogewinn von 2,9 Milliarden Euro erwartet. Der Anteil der faulen Kredite am Portfolio stieg auf 4,11 Prozent nach 3,89 Prozent zum Jahreswechsel. Die Netto-Zinseinnahmen lagen bei 15,5 Milliarden Euro und übertrafen die Erwartungen der Experten von 15,2 Milliarden Euro.

Santander-Chef Emilio Botin sieht die Bank damit vorerst überm Berg. „Dank der Vorsorge, die wir jetzt getroffen haben, können wir das heimische Immobilienthema bis Jahresende hinter uns lassen“, erklärte er. Die Santander-Aktie legte fast zwei Prozent zu und entwickelte sich damit deutlich besser als der Gesamtmarkt.

„Die Probleme in Spanien sind lange bekannt, aber die Lage in Brasilien bedarf ebenfalls der Aufmerksamkeit, den hier ist der Anteil fauler Kredite gestiegen“, sagte der Analyst Alexander Pelteshki von ING Financial Markets der Nachrichtenagentur Bloomberg. Der Analyst stuft die Aktie aber weiter auf „Kauf“ ein. Seit Jahresbeginn haben die Santander-Papiere rund 25 Prozent verloren.

Die Einlagen heimischer Kunden erhöhten sich um 15 Prozent. Dabei dürfte Santander auch die Krise der Konkurrenz geholfen haben: In das zweite Quartal fiel die Verstaatlichung der Sparkasse Bankia bei der sich riesige Kapitallöcher aufgetan hatten. Es war die bislang größte Bankenrettung des Landes.

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Santander mit desaströsem Quartal

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Knapp drei Milliarden Euro Abschreibungen

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  • Liebes Handelsblatt:

    Ich lese die Überschrift:
    "Santander mit einem DESASTRÖSEM Ergebnis"

    Oh Schreck, sind die morgen insolvent???

    Dann lese ich: Sie haben im ersten Quartal NUR 1,5 Mrd. EUR Gewinn gemacht, man hatt mehr erwartet.

    Hallo? Gehts noch? In einem Land, in dem gerade alles zusammenkracht, macht Santander trotz immenser fauler Kredite 1,5 Mrd. Gewinn im Quartal.

    Denken Ihre Redakteure eigentlich auch einmal kurz nach, bevor sie sich für eine Überschrift entscheiden? Oder hat der Redakteur desaströs mit exorbitant verwechselt weil er auch einmal mit Fremdwörtern um sich werfen wollte? :-)

  • 1.500 Mrd € GEWINN. Da wäre doch glatt Spanien gerettet...

  • Die Aktien der Banco Santander steigen in diesem Moment um 8%.
    Dies ohne weitere Kommentare zur Qualität des Artikels.

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