Gewinneinbruch
Investmentbanking lohnte sich für Credit Suisse

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Steuerprobleme bremsen Vermögensverwaltung

Der Druck europäischer Länder auf Steuersünder hinterließ wie bei UBS Spuren im Vermögensverwaltungsgeschäft. Reiche Kunden aus Westeuropa zogen über das Jahr 6,9 Milliarden Franken ab. Neues Geld kam weiterhin aus aufstrebenden Ländern - und von superreichen Anlegern. Doch der Geldstrom wurde dünner: Der Netto-Neugeldzufluss schrumpfte im Konzern um rund 50 Prozent auf 19 Milliarden Franken. Im Wealth Management der UBS stieg der Neugeldzufluss dagegen um mehr als zehn Prozent.

Noch offen ist der Ausgang des Steuerstreits mit den USA. Die amerikanischen Behörden werfen Credit Suisse vor, reichen US-Bürgern bei der Hinterziehung von Steuern geholfen zu haben. Die Bank stellte für diese Sache bereits 325 Millionen Dollar zurück - nach Ansicht der Vontobel-Analystin Teresa Nielsen besteht das Risiko, dass das nicht genügt. Im Libor-Skandal, der UBS eine Busse von rund 1,4 Milliarden Franken einbrockte, rechnet Credit Suisse nicht mit größeren Belastungen.

Wie UBS baute auch Credit Suisse die Bilanzrisiken ab, um sich auf die schärferen Eigenkapitalvorschriften des neuen Banken-Regelwerks Basel III einzustellen. Mit Risiken von 293 Milliarden Franken kam die Bank nahe an das für Ende 2013 angepeilte Ziel von unter 280 Milliarden Franken heran. Die Eigenkapitalquote auf Basis der in Zukunft geltenden Vorschriften erreichte 9,4 Prozent.

Die für Ende 2018 gesetzte Zielvorgabe von zehn Prozent will die Bank bereits Mitte dieses Jahres übertreffen. „In einer Branche, die noch vor umfangreichen Restrukturierungen steht, haben wir den Umbau abgeschlossen. Wir haben jetzt ein Geschäftsmodell, das stabil, hochrentabel und dem neuen regulatorischen Umfeld angepasst ist“, sagte Dougan.

Die Bank habe in der Tat Bilanzrisiken reduziert und die Kapitalausstattung verbessert, erklärte der Analyst Rainer Skierka von Bank Sarasin. Das Festhalten am Investmentbanking bringe aber größere Schwankungen bei Einnahmen und Gewinn mit sich.

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Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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