Ghizzoni wird attackiert
Führungswechsel bei Unicredit?

Seit Jahresbeginn ist der Aktienkurs der italienischen Großbank Unicredit um knapp 40 Prozent eingebrochen. Jetzt gerät der Chef der Bank, Federico Ghizzoni, massiv unter Druck.

MailandErstmals hat ein einflussreicher Aktionär einen Wechsel an der Spitze der italienischen Großbank Unicredit ins Spiel gebracht. „Der jetzige Chef Federico Ghizzoni ist zwar ein guter Banker aber vielleicht braucht die Bank heute so radikale Veränderungen, dass diese nur über Diskontinuität erreicht werden können“, sagte der italienische Unternehmer Leonardo Del Vecchio der Zeitung „La Repubblica“.

Die Mutter der Münchner HypoVereinsbank wollte sich zu der indirekten Kritik nicht äußern. Seit Monaten halten sich an der Börse Gerüchte, dass die Investoren unzufrieden mit Ghizzoni sind und die Bank eine weitere Kapitalspritze braucht. Del Vecchio hält knapp zwei Prozent der Anteile an dem Mailänder Kreditinstitut.

Der Unicredit-Aktienkurs ist seit Jahresbeginn um knapp 40 Prozent eingebrochen. Viele Anleger sorgen sich um den riesigen Berg fauler Kredite bei italienischen Banken - eine Folge der jahrelangen Rezession. Der Unicredit-Erzrivale Intesa Sanpaolo verdiente allerdings zuletzt doppelt so viel und hat eine dickere Kapitaldecke.

Am Dienstag wird die Unicredit-Bilanz für 2015 erwartet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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