Girokonto-Kampagne Commerzbank verstärkt Werben um Neukunden

Die Commerzbank will die Zahl ihrer Kunden bis Jahresende kräftig steigern und geht dafür in die Offensive. Gleichzeitig kündigt der zuständige Vorstand Achim Kassow jedoch an, dass die Zahl der Filialen ab dem nächsten Jahr schrittweise deutlich zurückgeschraubt werden soll.
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Commerzbank-Vorstand Achim Kassow Quelle: Kassow Commerzbank

Commerzbank-Vorstand Achim Kassow

HB FRANKFURT. "Wir wollen im Privatkundengeschäft im vierten Quartal insgesamt netto 100 000 Kunden hinzugewinnen", kündigte der zuständige Vorstand Achim Kassow in der "Welt am Sonntag" an. Dazu wolle die teilverstaatlichte Bank im November eine Girokonto-Kampagne starten. Im dritten Quartal seien bereits 50 000 Kunden hinzugekommen. In den vergangenen zwei Jahren hatte die Kundenzahl im Zuge der Dresdner-Bank-Übernahme stagniert.

Kassow zufolge wird die Zahl der Filialen ab dem nächsten Jahr von derzeit 1 600 schrittweise auf 1 200 reduziert. Es würden aber nur nah beieinander liegende Filialen zu größeren Einheiten zusammengelegt. „Wir ziehen uns also keineswegs zurück“, betonte Kassow. Die Umstellung auf eine gemeinsame IT-Plattform solle im zweiten Quartal 2011 erfolgen.

Er verteidigte zugleich die Übernahme der Dresdner Bank. Für Kassow hätte der Zusammenschluss der beiden durch die Finanzkrise arg gebeutelten Geldhäuser zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können. "Allein die Einsparungen belaufen sich auf rund 700 Mio. Euro, davon auf 500 Mio. bis Ende 2012. Das ist das größte Kostensenkungsprogramm, das wir im Privatkundengeschäft je hatten.

Zuletzt hatte die Commerzbank mit Privatkunden kaum Geld verdient. Kassow räumte ein: „Es gibt nichts zu beschönigen, die Situation ist nicht einfach.“ Als Grund nannte er unter anderem die Zurückhaltung der Kunden beim Kauf von Wertpapieren.

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3 Kommentare zu "Girokonto-Kampagne: Commerzbank verstärkt Werben um Neukunden"

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  • Das wird was werden! ich bin Kunde bei der Commerzbank und erwäge gerade, zu einer Onlinebank zu wechseln. Mein Vater wurde durch riskante investitionsempfehlungen geschädigt: Völlig unnötiger Wechsel vom hausinvest europa immobilien-Fonds zu Premium Management immobilienfonds. Der Fonds, der vor ein paar Tagen geschlossen wurde, weil ihm massiv Anleger abgesprungen sind. Dreimal dürfen Sie raten, auf welche Empfehlung hin? Und natürlich wurden nur die Großamleger vor der drohenden Schließung gewarnt …

    Mehr info hier:
    http://www.dasinvestment.com/investments/fonds/news/datum/2010/10/05/immobilienfonds-chaos-danke-commerzbank-ganz-toll-gemacht/
    http://www.handelsblatt.com/finanzen/fondsnachrichten/dachfonds-geschlossen-krise-der-immobilienfonds-erreicht-allianz;2662362
    http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article9935221/Commerzbank-jagt-Allianz-bei-Dachfonds-Kunden-ab.html

    Vetrauen in die Commerzbank? Daß ich nicht lache …

  • Wie soll denn diese "Kampagne" aussehen? Wird wieder jedem, der dort ein Konto eröffnet eine Fangprämie aus Steuergeldern gezahlt und der Staat bekommt wieder keine Verzinsung für seine Kapitaleinlage? Für mich ist die Commerzbank ein idealer Testkandidat für das neue Restrukturierungsgesetz, an der man gut üben kann, ob die geordnete insolvenz wie gedacht funktionieren kann. Wer sich bei der Übernahme einer größeren bank verschluckt, der hat es verdient, ebenfalls vom Markt zu verschwinden. Also Schluss mit wettbewerbsverzerrenden, steuersubventionierten Marketingkampagnen und abwickeln den Saftladen!

  • Das ist der beste beweis für das Leben in einer Parallelwelt. Als Erstes müssten die Co-banker damit aufhören bestandskunden zu vergrätzen. ich selbst wurde von der Advance-bank zur Dresdner und jetzt zur Commerzbank weitergereicht. Ständig wurde die Leistung schlechter, mittlerweile nicht mehr zum Aushalten! Ungefragt wurde z.b. eine Visa in Mastercard-Karten getauscht, für Euribor Kredite oder kleine immokredite haben die Filialen keine Kompetenz um konkurrenzfähig zu sein, wurden fürher zu Dreba-Zeiten genötigt Allianz-Produkte zu verkaufen und jetzt den anderen blödsinn. Man wird zugemüllt mit Werbung die vollkommen an Kundenbedürfnissen vorbeigeht.

    Das mit 100000 wird nichts werden! Die sollten sich mal den Markt im Privatkundengeschäft, besonders mit denen die auch was verdienen genauer ansehen. Nicht umsonst sind reine internetbanken und lokale Vobas und Sparkassen so stark obwohl sie auch nicht das hellste Personal haben. Aber so wie Dreba und jetzt die Coba Kundenwünsche, bei gleichzeitiger Arroganz, misachtet, wird wohl eher das Klientel zurückgehen, statt wachsen.

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