Goldman-Banker
Der fantastische Fabrice muss zahlen

Der „Wolf of Wall Street“ lässt grüßen. Fabrice Tourre lebte in Saus und Braus. Doch er führte auch Investoren in die Irre. Dafür brummte ihm ein Gericht eine Geldstrafe auf. Ein Bauernopfer, finden Kritiker.
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New YorkEr lebte ein Leben in Saus und Braus. Gegen ihn war der „Wolf of Wall Street“ beinahe ein Waisenknabe: Fabrice Tourre, Spitzname „Fabulous Fab“, der „fantastische Fabrice“, drehte im Alter von 28 Jahren bereits nur noch an den ganz großen Rädern der Wall Street.

Bei Goldman Sachs war er nur ein kleines Licht, trotzdem verantwortete der gebürtige Franzose dort eine Reihe von Anleiheprodukten, die mit Hypotheken abgesichert waren. Diese heiß zusammengestrickten Angebote waren der letzte Nagel im Sarg einer entfesselten Finanzindustrie, die Ende 2007 kollabierte und beinahe die Weltwirtschaft mit sich in den Abgrund riss.

Für eines dieser Anlagevehikel, bei der auch die deutsche IKB so massiv geschädigt wurde, dass sie mit Steuermilliarden aufgefangen werden musste, muss Tourre nun bezahlen. Ein Bauernopfer, wie Kritiker anmerken. Ansonsten kam der Geld-Adel der Wall Street ungeschoren davon.

Auf insgesamt 825.000 Dollar beläuft sich die Strafe, die eine New Yorker Richterin am Mittwoch verhängte. 625.000 Dollar eigentliche Strafe und Abschöpfung der Provision von 175.000 Dollar, die Tourre alleine für den Verkauf dieses Anlagevehikels erhalten hatte.

„Die SEC ist erfreut über die Entscheidung des Richters, Tourre für die Verbreitung von irreführendem Marketingmaterials an Investoren, zur Rückzahlung der erhaltenen Provision und einer empfindlichen Geldstrafe zu verurteilen“, erklärte Andrew Ceresney von der amerikanischen Börsenaufsicht SEC. „Das Urteil reflektiert das Bemühen der SEC, spürbare Strafen für Personen zu verhängen, die verantwortlich sind für Fehlverhalten und die als Abschreckung für andere dienen.“

Doch Kritiker sehen die Rolle der SEC differenzierter. Sie werfen der Aufsicht vor, über Jahre viel zu lasch kontrolliert zu haben. In einer so aufgeheizten Stimmung des Casino-Kapitalismus sei diesen Schlag von „Bankern“ überhaupt erst die Möglichkeit zum Wachsen gegeben worden.

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Keinerlei Reue

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Kriminelle Energie

Kommentare zu " Goldman-Banker: Der fantastische Fabrice muss zahlen"

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  • Soso wie kann man den Mann jetzt erreichen wenn man möchte das er ein Finanzprodukt für einen zaubert?

  • ich hatte es schon mehrfach gesagt "die finanzbrache ist das krebsgeschwür der weltweiten gesellschaft" - wer hat mehr fälle von einzelnen oder unternehmens kriminellen vorgängen?
    und wer muss bluten? der (dumme) steuerzahlen - für die gewinnsucht und die zockerei, betrügerein, usw. (libor etc.)
    die leute müssen in den knast und das vermögen gehört beschlöagnahmt! diese banken müssen pleite gehen können, der markt wird es richten!
    es ist zum kotzen immer noch ehrlich zu sein!!!!!

  • Liebe Redaktion,
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