Goldman Sachs Investmentbank kalkuliert weniger für Rechtsstreits ein

Rund 5,3 Milliarden Dollar wollte Goldman Sachs 2016 eigentlich für Rechtsstreitigkeiten beiseitelegen. Doch nach neuen Berechnungen sieht es nicht ganz so schlimm aus: Schon zwei Milliarden dürften reichen.
Große Investmentbanken hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Rechtsstreitigkeiten zu lösen – mit milliardenschweren Vergleichen und Bußgeldern. Quelle: dpa
Banken, die Bußgeldkönige

Große Investmentbanken hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Rechtsstreitigkeiten zu lösen – mit milliardenschweren Vergleichen und Bußgeldern.

(Foto: dpa)

BangaloreDie US-Investmentbank Goldman Sachs rechnet inzwischen mit deutlich weniger Kosten für Rechtsstreitigkeiten. Das Geldhaus kappte am Montag seine Schätzung auf zwei Milliarden Dollar. Im November hatte die Bank noch kalkuliert, zusätzlich zu bereits zurückgelegtem Geld noch 5,3 Milliarden Dollar zu brauchen. Solche Kosten seien schwer zu schätzen, erklärte Goldman die Kappung. Die Spanne zwischen den Summen von Vergleichen oder Strafen und dem dafür zurückgelegten Geld sei oftmals groß.

Wie andere Banken auch sieht sich Goldman zahlreichen Verfahren ausgesetzt. Erst im Januar kostete die US-Bank ein Hypotheken-Vergleich mit mehreren US-Behörden mehr als fünf Milliarden Dollar. Goldman war vorgeworfen worden, Käufer von Hypotheken-Anleihen über den Tisch gezogen zu haben, weil die Wertpapiere auf einen Schlag wertlos wurden, als der auf Pump finanzierte US-Immobilienmarkt 2007 kollabierte.

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