Goldman Sachs, JP Morgan Großbanken wegen Absprachen angeklagt

Sechs Investmentbanken, darunter Goldman Sachs und JP Morgan, müssen sich wegen Leerverkäufen vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Sie sollen im Markt für Aktienleihen gemeinsam eine Umstellung blockiert haben.
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Goldman Sachs und alle anderen Banken lehnten eine Stellungnahme ab. Quelle: Reuters
Goldman Sachs

Goldman Sachs und alle anderen Banken lehnten eine Stellungnahme ab.

(Foto: Reuters)

Goldman Sachs, JPMorgan Chase und vier andere Investmentbanken sind bei einem US-Bundesgericht verklagt worden. Sie sollen gemeinsam den mehr als eine Billion Dollar schweren Markt für Aktienleihe kontrolliert haben.

Das Iowa Public Employees Retirement System und zwei weitere Pensionsfonds klagen, die Banken wollten eine Umstellung auf ein vollständig elektronisches System blockieren, über das Emittenten und Käufer von Aktien zusammengebracht werden – die Banken wollten auch weiterhin von jeder Transaktion profitieren. Bei einem Leerverkauf verkaufen Händler geliehene Aktien, um sie zu einem geringeren Preis zurückzukaufen, wenn der Kurs gesunken ist. Die Differenz streichen sie als Gewinn ein.

Deutsche Bank verliert Anschluss an US-Riesen
Wichtiges Branchen-Ranking
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US-Investmentbanken profitieren von Donald Trump, die europäischen Geldhäuser schwächeln weiter. Das zeigt eine Studie der Marktforschungsfirma Coalition, die zweimal im Jahr die Ertragslage der weltgrößten Investmentbanken untersucht. Die Daten beinhalten die Erträge der Geldhäuser aus den drei wichtigsten Feldern des Investmentbanken-Geschäfts: dem Anleihehandel, dem Aktienhandel und dem sogenannten Investmentbanking, zu dem Fusionsberatung sowie das Platzieren von Aktien und Anleihen für Kunden zählt. Wie die Institute derzeit dastehen.

Platz 12: Société Générale
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Auf Platz zwölf steht wie auch schon im Vorjahr die Société Générale. Das französische Institut sticht dabei allerdings mit zwei Spitzenplätzen im Wertpapiergeschäft hervor. Bei Aktienderivaten (Platz zwei) und bei Termingeschäften (Platz 3) landen die Franzosen jeweils auf dem Treppchen.

Platz 11: BNP Paribas
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MIT BNP Paribas steht auch auf Platz 11 ein französisches Institut. Auch das größte Geldhaus des Landes hat sich damit im Coalition-Ranking weder verbessern, noch verschlechtern können. Das Institut hatte erst im März angekündigt, das Investmentbanking in Deutschland ausbauen zu wollen.

Platz 9: UBS
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Den neunten Platz im Ranking teilen sich zwei Institute. Die UBS hatte die Platzierung im Vorjahr noch exklusiv inne. Doch die Schweizer zeigten sich zuletzt etwas schwächer und mussten ihre beiden dritten Plätze bei den Geschäften mit Devisen und Derivaten abtreten.

Platz 9: HSBC
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Teilen muss sich die UBS den neunten Platz mit der HSBC, die sich damit um einen Platz im Ranking verbessert. Das in London ansässige, aber auf Asien fokussierte Institut hatte erst im März einen Führungswechsel eingeleitet.

Platz 8: Credit Suisse
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Einen Platz abwärts geht es für die Credit Suisse, die vom siebten auf den achten Rang abrutscht. Im Geschäft mit verbrieften Krediten und Wertpapieren verlieren die Schweizer ihren dritten Platz.

Platz 7: Barclays
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Barclays hat mit der Credit Suisse die Plätze getauscht und verbessert damit sich vom achten auf den siebten Platz. Die Briten agieren in keinem Segment herausragend, allerdings in beinah jedem Geschäftsbereich auf Top-Ten-Niveau.

Die Umstellung auf einen elektronischen „All-to-All“-Markt soll Preistransparenz und Wettbewerb verbessern. Die Banken würden entsprechend in der Transaktion wegfallen. Der Markt für Aktienleihen spielt in der US-Wirtschaft eine wichtige Rolle, da er eine Absicherung ermöglicht und gleichzeitig effiziente Finanzsysteme gewährleistet.

„Die großen Investmentbanken haben konspiriert, um ihre Gewinne auf Kosten der gewöhnlichen Investoren zu bewahren“, erklärte der Anwalt der Kläger, Michael Eisenkraft am Donnerstag in Washington in einer Mitteilung. Die Kläger streben in der Sammel- und Kartellklage Schadensersatz in ungenannter Höhe an. Die Summe könnte unter Bundesrecht verdreifacht werden.

Angeklagt sind auch die Bank of America, Morgan Stanley, Credit Suisse die UBS. Vertreter aller Banken lehnten eine Stellungnahme ab.

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1 Kommentar zu "Goldman Sachs, JP Morgan: Großbanken wegen Absprachen angeklagt"

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  • Deutsche Bank nicht dabei ?
    Wäre ein Lichtblick der mich freute.
    Übrigens müssten bei noch ca. 2.500 Mio. an Bilanzrücklagen der Deutschen Bank zum 30.6.2017 für Rechtsfälle und Behördenstrafen noch beeindruckende Fälle unterwegs sein. Da fallen die 48,5 Mio.$ lt. heutiger Berichterstattung kaum auf.

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