Goldman Sachs, JP Morgan und Co.
Rohstoffhandel bleibt fest im Griff der Spekulanten

Großbanken wir Goldman Sachs oder JP Morgan sind massiv in den Handel mit Grundgütern eingestiegen. Trotz der hohen Profite denken offenbar manche nun an einen Rückzug. Doch die Rohstoff-Spekulation wird weitergehen.
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DüsseldorfDie Preise für Energieträger wie Öl steigen. Wegen der Heizperiode nimmt die Nachfrage zu, die Kosten klettern. Soweit scheint es die normale, jährliche Schwankung zu sein. Doch die Kurssprünge bei Rohstoffen wie Öl, Gas, Kupfer oder Weizen sind in den vergangenen Jahren immer größer geworden. Viele Experten schieben die Schuld für die starken Preisschwankungen Finanzspekulanten wie etwa Hedgefonds zu. Zocken ist Geschäftsprinzip.

Auch große Investmentbanken wie Goldman Sachs oder JP Morgan und Institute wie die Deutsche Bank drängten massiv in das Geschäft mit den Grundgütern. Insbesondere seit der Lehman-Pleite lockt der mit Solidität lockende Markt für Öl, Kupfer und Co. Investoren an.

Das Kalkül ist einfach: Die Ressourcen sind begrenzt. Demgegenüber steigt die Nachfrage nach Grundgütern, besonders aus aufstrebenden Staaten wie China oder Brasilien. Damit klettern auch die Preise. Die Spekulation ging bislang auf. An den Warenterminbörsen kletterte etwa der Preis für eine Tonne Kupfer von rund 3000 Dollar Anfang 2005 auf aktuell rund 7600 Dollar – mit Ausschlägen bis weit über 10.000 Dollar.

„Die Banken haben damals den Einstieg in den physischen Handel mit Rohstoffen forciert, da das Geschäft sehr profitabel und die Finanzierung günstig war“, sagt Rohstoffexperte Henning Beck vom Investmenthaus Lupus Alpha. Dank Staatsgarantien und niedriger Leitzinsen kamen die Institute äußerst günstig an Geld. Das zu Mini-Zinsen geliehene Geld steckten die Geldhäuser ins Rohstoffgeschäft, fuhren damit stattliche Erträge ein und glichen die Verluste, etwa aus faulen Hypothekenkrediten, aus.

Doch nun denken die Banken trotz der satten Profite offenbar an einen Rückzug. Dem „Wall Street Journal“ zufolge feilen Investmenthäuser wie Goldman Sachs oder JP Morgan an Plänen, wie sie ihr Rohstoffgeschäft wieder losschlagen können. Grund für die Absichten sind offenbar die neuen Eigenhandelsregeln und Kapitalvorschriften für Banken.

„Mit der anstehenden, neuen Regulierung wie der Volcker-Rule wird das Geschäft problematischer“, sagt Beck. Die Banken müssen mehr Geld als Sicherheit für ihren Handel hinterlegen. Zudem können sich die Geldhäuser nicht mehr so günstig Geld leihen. Die Gewinnmargen gehen damit zurück. Politiker und Regulierer stellen zunehmend die Frage, wieso Investmentbanken mit staatsgarantiertem, billigem Geld im Rohstoffhandel hohe Profite einstreichen.

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Rohstoffhandel bleibt fest im Griff der Spekulanten

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Geschäft geht unter neuem Dach weiter

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Spekulation im physischen Handel

Kommentare zu " Goldman Sachs, JP Morgan und Co.: Rohstoffhandel bleibt fest im Griff der Spekulanten"

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  • @FlashGordon
    Es gab schon mal Zeiten, wo Menschen (Sklaven) zur Asset-Klasse gehörten. Billig kaufen und teuer verkaufen!
    "Moral, Ethik und Skrupel ist nur etwas für linke Populisten, Gerechtigkeitsspinner und Schwächlinge. Punkt aus !"

  • @DonSarkasmo
    Sie bagatelisieren die Sache mit den Spekulanten. Ein Kunde, der 0.5% Zinsen bekommt, ist kein Spekulant. Der Betrag ist weniger als die Inflation. Die ganzen bearbeitungs- und Kontogebühren, die die Banken von den Kunden kassieren, ist viel höher als das.
    Die Banken bekommen auch zu sehr viel günstigeren Zinsbedingungen Geld von der EZB (1%) und verleihen das weiter zu ganz anderen Konditionen (Dispokredit!) an Kunden. Es ist alles zu gunsten der Banken und zu lasten der Kunden!
    Hedgefonds und die Schattenbanken, das sind Spekulanten, die auch keine Steuern zahlen oder zahlen müssen.

  • Wer zum Teufel ist denn jetzt "Spekulant" ??

    Ich sag's Euch:

    Jeder, der von seiner Bank mickrige 0,5% Zinsen nimmt, zum Beispiel.
    Oder weiß jeder, womit die Bank diese Zinsen "verdient" ?

    Na also. Billig-blödes Geschwafel über "Spekulanten" !!

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