Goldman Sachs
Keine Nachtschichten mehr für Praktikanten

Gute Nachrichten für alle Praktikanten der Investmentbank Goldman Sachs: Ab sofort müssen zwischen Mitternacht und sieben Uhr morgens alle nach Hause. Nickerchen auf dem Klo könnten bald der Vergangenheit angehören.
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New YorkAls Praktikant die ganze Nacht im Büro durcharbeiten? Das soll nicht mehr vorkommen, verkündet die Investmentbank Goldman Sachs. Für die rund 2900 Studenten, die in diesem Sommer meist als Junior-Analysten bei dem renommierten Wall-Street-Haus verbringen, gilt: Zwischen Mitternacht und sieben Uhr morgens hat unter der Woche niemand mehr etwas im Büro verloren.

Die Investmentbank will so die Arbeitsbedingungen für die Nachwuchsbanker verbessern. Viele Großbanken sind berüchtigt für ihre langen Arbeitszeiten. Nachtschichten, sogenannte „All Nighters“ und 100-Stunden-Woche gehören zum Alltag eines Investmentbankers. Oft werden auch Praktikanten in den Sog mit hineingezogen. Im vergangenen Jahr sorgte die britische Bank Barclay’s für Aufsehen. Praktikanten aus Hongkong haben dem „Wall Street Journal“ erzählt, sie würden Nickerchen auf der Toilette der Bank halten, um mit den langen Arbeitszeiten mitzuhalten.

Der Tod eines Praktikanten der Bank of America in London vor zwei Jahren hatte eine Diskussion über exzessive Arbeitszeiten bei Finanzinstituten ins Rollen gebracht. Seitdem haben Goldman und eine Reihe anderer Banken ihre Mitarbeiter immer wieder ermutigt, weniger zu arbeiten. Die Credit Suisse rief im vergangen Jahr ihre Junior-Banker dazu auf, den Samstag frei zu nehmen. Die Bank of America hat Medienberichten zufolge angeordnet, im Monat an vier Tagen Wochenende zu machen. JP Morgan sichert den Einsteigern zu, an einem Wochenende im Monat auf jeden Fall frei zu machen.

Die Banken konkurrieren immer stärker mit Unternehmen aus dem Silicon Valley um die besten Köpfe. Das fängt bei den Praktikanten an. Und Firmen wie Facebook und Google sind schließlich bekannt für ihre lockere Arbeitsatmosphäre.

Astrid Dörner ist Korrespondentin in New York.
Astrid Dörner
Handelsblatt / Deskchefin Agenda

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