Goldmann-Sachs-Chef
Warum Lloyd Blankfein kein Rechtsanwalt ist

Der Chef von Goldman Sachs gibt Karriere-Tipps und Einblick in seinen eigenen Werdegang. Dabei sind auch ein paar recht hausbackene Vorschläge, die aber nicht unbedingt verkehrt sein müssen.
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New YorkGoldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein stammt aus kleinen Verhältnisse. Das prägt. Immer noch schaut er als erstes jeden Morgen in den Kühlschrank, was an Essen vom Vortag übrig geblieben ist, wie er einer Versammlung junger Banker Ende vor kurzem verriet. Noch wertvoller als dieser Einblick in sein Privatleben sind seine Karriere-Tipps, die die Bank auch als Video-Botschaft verbreitet.

Sein wichtigster Ratschlag: sich nicht einschüchtern zu lassen. „Als ich das erste Mal das Gebäude von Goldman Sachs betrat, hatte ich keine Ahnung, was eine Investmentbank tut“, erzählt der bestbezahlte Bank-Chef Amerikas. „Ich bin mit dem Aufzug nach oben gefahren, und da standen wie bei einem Kaufhaus an jeder Etage so Bezeichnungen wie ‚Handel mit Vorzugsaktien‘ oder ‚Wandelschuldverschreibungen‘. Ich wusste überhaupt nicht, was das ist.“

Blankfein kam 1982 zur Bank. Zuvor hatte ein paar Jahre bei einer Rechtsanwaltskanzlei gearbeitet. „Da hatte ich es mit Fällen zu tun, die schon zehn Jahre alt waren. Wir waren im Jahr 1979 und es ging darum, wer 1969 was gesagt hat. Egal, was auf der Welt passierte, was in der Zeitung stand, für mich hat sich nichts geändert. Ich habe morgens genau da weiter gemacht, wo ich am Abend vorher aufgehört habe.“

Sein Wunsch war aber, „am Weltgeschehen teilzuhaben“. Und das läuft bei Goldman besser. „Wenn ich bei der Bank Dienstagabend nach Hause gehe und Mittwochmorgen wiederkomme, dann hat sich inzwischen eine Menge geändert, plötzlich sind ganz andere Dinge wichtig“, erzählt er. Im Laufe seiner Karriere gefiel es ihm dann auch, ab und zu etwas über seine eigene Arbeit in der Zeitung zu lesen. Seine Motivation ist: „relevant sein.“

Ein weiterer Tipp lautet, nicht zu verbissen zu sein. Auch hiermit hat Blankfein eigene Erfahrungen gemacht. Als er in die Schule ging und sich für ein College bewarb, ging er das ganz locker an und hat sich dann wahnsinnig gefreut, als es klappte. Als er später vom College auf die Law-School wollte, schaute er dann jeden Tag in den Briefkasten, ob die Bewerbung angenommen wurde, war nervös und machte ständig neue Pläne für den Fall dass Ja oder dass Nein. Im Nachhinein empfiehlt er die entspannte Version. „Machen Sie den Job gut, den Sie jetzt machen, statt immer schon gleich an den nächsten zu denken“, empfiehlt er den jungen Leuten.

Ansonsten gibt er noch ein paar recht hausbackene Ratschläge, die freilich deswegen nicht verkehrt sein müssen. Er empfiehlt, immer flexibel zu bleiben. Außerdem zu lernen, wie man von Kollegen profitiert, wie man selber aber auch hilfreich für Kollegen ist. Mehrmals wiederholt er: „Seien sie lernbereit!“ Dazu gehört seiner Meinung nach, Kritik zu vertragen. Und vor allem eines: „Seien Sie ein Typ, dem man gerne hilft!“ Locker und entspannt, wie er seine Botschaften rüberbringt, glaubt man ihm gerne, dass er seine Karriere auch mit einem gewissen Sympathie-Faktor befördert hat.

Kommentare zu " Goldmann-Sachs-Chef: Warum Lloyd Blankfein kein Rechtsanwalt ist"

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  • Lloyd Blankfein ist Kind seiner Zeit und so profitiert er von dem wohl letzten Auf Borden des auf Kreditvergabe basierenden Systems.
    Der grundsätzliche Fehler besteht eigentlich darin dass die Vergütungen der Banker bei Kreditvertragsabschluss gewährt werden und nicht erst, wie es logisch wäre, wenn die komplette Rückzahlung der Selbigen erfolgt ist.
    So werden weiterhin und in immer astronomischer er Form und zudem auch noch alimentiert von den weltweiten Zentralbanken, Kredite vergeben, die niemals wieder zurückgezahlt werden können.
    Sieht man sich die gegenwärtige und stetig zunehmende Verschuldung im privaten, vor allem aber öffentlichen sowie dem Wirtschaftsbereich an, so kann einem eigentlich nur schummerig werden.
    Es werden, auch dank Herren wie Herrn Lloyd Blankfein, der davon natürlich dank immer grösserer Vergütungen persönlich profitiert, immer grössere Blasen gebildet, die dann regelmässig platzen und immer grösseren, durch Wertevernichtung hervorgerufenen, Schaden hinterlassen.

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