Griechenland
Deutsche Banken helfen mit Milliarde

Deutsche Banken, Versicherungen und Fonds sollen sich mit einer knappen Milliarde an der Griechenland-Hilfe beteiligen. Dabei wären sie zu einem weitaus höheren Beitrag bereit gewesen.
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BerlinDeutschlands Banken und Versicherungen tragen einem Medienbericht zufolge eine knappe Milliarde Euro zur Griechenland-Hilfe bei. Wie die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet, beträgt das Volumen der Anleihen, mit dem deutsche Banken, Versicherungen und Fonds sich am Rettungspaket für Griechenland beteiligen, auf eine Größenordnung von 4,5 Milliarden Euro.

Dies seien die Anleihen Athens im Besitz deutscher Investoren, die bis 2020 auslaufen. Bei einem Wertverlust von 21 Prozent würden die privaten Investoren rund 945 Millionen Euro zur Griechenland-Hilfe beitragen, schreibt die Zeitung.

Dabei wären die deutschen Banken und Versicherungen zu einem weitaus höheren Schuldenerlass für Griechenland bereit gewesen. Während der Versicherungskonzern Allianz und die Commerzbank im Vorfeld zum Gipfel am Donnerstag 30 Prozent vorgeschlagen hatten, wäre die Deutsche Bank nach Informationen der „Welt am Sonntag“ aus Finanzkreisen mit einem Abschlag von 50 Prozent auf ihre Griechenland-Anleihen einverstanden gewesen. Dazu habe es einen Konsens im Vorstand gegeben, erfuhr die Zeitung.

Ein Schuldenschnitt von 50 Prozent hätte die Bank rund 300 Millionen Euro gekostet. Bei einem Schuldenschnitt von lediglich 21 Prozent, wie ihn die Regierungschefs der Euroländer am Donnerstag vereinbart haben, erziele die Bank voraussichtlich sogar einen kleinen Gewinn. Sie habe zuvor die Papiere stark im Wert berichtigt. Ein Sprecher der Bank wollte die Informationen nicht kommentieren.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Griechenland: Deutsche Banken helfen mit Milliarde"

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  • und der klügste von allen ist wieder dirk müller “mr. dax“ lol. hallo?! jpmorgan chase, goldman sachs, citigroup. dirk müller von mwb fairtrade bitte abwerben. nicht mal bei der deutschen bank konnte man sich durchsetzen trotz geballtestem sachverstand und prophetischer gaben...

  • dirk müller ist der größte börsendepp wo gibt hier in frankfurt. der typ hat seit jahren keine position mehr aufs eigene buch gehandelt, reißt aber immer klugscheisserisch sein maul auf.
    ps: und ja, man kann und konnte mit griechischen saatsanleihen satt verdienen. ich hab euch seit wochen diese empfohlen. selbst schuld wenn ihr keine im portfolio habt.

  • Danke für den Link. Dirk Müller bringts auf den Punkt.

    Auch das HB gibt hier ein jämmerliches Bild ab.

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