Griechenland Hellas-Banken brauchen fast fünf Milliarden Euro

Die aktuellen Stresstests offenbaren erhebliche Finanzlöcher bei griechischen Banken. Wer die unterfinanzierten Institute stützt, bleibt noch unklar.
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Eurozone: In Griechenland drohen neue Risiken. Quelle: dpa

Eurozone: In Griechenland drohen neue Risiken.

(Foto: dpa)

AthenDie laufenden Stresstests der wichtigsten griechischen Banken haben nach übereinstimmenden Medienberichten vom Sonntag einen Kapitalbedarf von fast fünf Milliarden Euro ergeben. Allein die Nationalbank brauche zwei Milliarden Euro und die Eurobank 2,5 Milliarden Euro, berichtete die Tageszeitung "Ethnos" unter Berufung auf Erhebungen der griechischen Zentralbank und der Prüfgesellschaft Blackrock. Die offiziellen Ergebnisse sollen bis Anfang März veröffentlicht werden.

Die Eurobank ist das einzige betroffene Institut, das im vergangenen Jahr vom Staat vollständig privatisiert wurde. Folglich könnte für eine notwendige Rekapitalisierung nicht erneut der Staat einspringen. Athens Notenbankchef Giorgos Provopoulos hatte bereits im Januar Alarm geschlagen und angesichts ausstehender Forderungen der Banken auf einen möglichen Rekapitalisierungsbedarf hingewiesen, damit die Banken die verschärften Eigenkapitalregeln einhalten.

Der griechische Finanzstabilisierungsfonds hatte den Banken im vergangenen Jahr mit Krediten der Europartner und des Internationalen Währungsfonds (IWF) unter die Arme gegriffen. Doch von den ursprünglich 50 Milliarden Euro im nationalen Fonds sind nur noch weniger als zehn Milliarden Euro übrig. Der griechische Staat selbst hängt seit dem Jahr 2009 am Tropf von Europartnern und IWF. Trotz milliardenschwerer Notkredite steckt er weiter in einer Wirtschafts- und Finanzkrise.

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