Griechenland-Krise: Kunden ziehen massiv Geld aus griechischen Banken ab

Griechenland-Krise
Kunden ziehen massiv Geld aus griechischen Banken ab

Der Schuldenstreit zwischen Griechenland und der EU sorgt bei Bankkunden offenbar weiter für Panik. Laut einem Bericht ziehen sie täglich teils mehr als eine Millarde Euro von griechischen Instituten ab.
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AthenDie Europäische Zentralbank (EZB) erlaubt griechischen Geldhäusern laut Bankenkreisen wegen des hohen Abflusses von Kundeneinlagen den Zugang zu Nothilfen. Die Abflüsse hätten sich auf zuletzt auf 300 bis 500 Millionen Euro täglich summiert, sagten Mitarbeiter zweier Banken am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. An einigen Tagen könnten es sogar mehr als eine Milliarde Euro gewesen sein.

Grund sei der ungewisse Ausgang des Schuldenstreits zwischen der neuen Regierung und den Euro-Partnern. Auch ein Euro-Austritt ist nicht vom Tisch. Entscheidend dürfte das Treffen der Euro-Finanzminister am Montag sein.

Bereits im Dezember zogen Kunden Gelder in Höhe von vier Milliarden Euro aus griechischen Banken ab, wie aus offiziellen Daten hervorgeht. Im Wahlmonat Januar dürften es sogar rund zwölf Milliarden Euro gewesen sein. Die EZB hat der griechischen Notenbank mehr Spielraum für Notfall-Kredithilfen an die heimischen Banken gewährt.

Wie Vertreter der griechischen Regierung und der Athener Notenbank am Donnerstag sagten, erhöhte die EZB den Hilfsrahmen für die Kreditinstitute daher um rund fünf Milliarden auf nunmehr 65 Milliarden Euro. Sie seien bis zum 18. Februar, dem nächsten Treffen des EZB-Rats, verlängert worden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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