Griechische Krisenbank
Piraeus Bank wendet Verstaatlichung vorerst ab

Eine Verstaatlichung der griechischen Piraeus Bank ist vorerst abgewendet. Die Inhaber des Geldinstituts stimmten zu, neue Aktien im Wert von rund sieben Milliarden Euro auszugeben.
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AthenDie griechische Piraeus Bank muss voraussichtlich nicht verstaatlicht werden. Die Eigentümer des zweitgrößten Geldhauses des Landes billigten am Dienstag den Plan, neue Aktien im Wert von 7,33 Milliarden Euro auszugeben. Mindestens zehn Prozent davon müssen von privaten Aktionären kommen. Das Management der Bank zeigte sich zuversichtlich, diese Hürde zu nehmen. Ein Großteil davon habe man schon sicher, sagte Chairman Michael Sallas. Es gebe auch aus dem Ausland Interesse. „Mein Gefühl sagt mir, dass wir es schaffen.“ Mit dem frischen Geld soll nach hohen Abschreibungen auf Staatsanleihen und faule Kredite die dünne Kapitaldecke aufgebessert werden.

Im Rahmen der Rettungshilfen für Griechenland wurde vereinbart, dass Banken verstaatlicht werden, wenn nicht mindestens zehn Prozent bei Kapitalerhöhungen von privaten Investoren kommen. Der Großteil der neuen Gelder kommt in der Regel vom staatlichen Stabilitätsfonds HFSF.

Der Eurobank – die Nummer vier des Landes – gelang es unterdessen nicht, das nötige Geld aus privater Hand für eine Rekapitalisierung aufzutreiben. Das Institut wandte sich daher an den HFSF und wird vorübergehend verstaatlicht. An der Börse stürzten die Aktien um 15 Prozent ab.

Eigentlich sollte die Eurobank mit der griechischen National Bank zusammengelegt werden. Doch der Plan scheiterte auch wegen Bedenken der Troika aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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