Griechische Staatsanleihen
Schuldenschnitt belastet Münchner Hyp

Die Münchner Hypothekenbank leidet erheblich unter dem griechischen Schuldenschnitt. Das Institut wird für das Geschäftsjahr 2011 zwar schwarze Zahlen, muss dafür aber in erheblichem Umfang Reserven auflösen.
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FrankfurtAbschreibungen auf griechische Staatsanleihen haben das Ergebnis der genossenschaftliche Münchner Hypothekenbank (Münchner Hyp) 2011 erheblich belastet. Das Institut werde für das Geschäftsjahr 2011 zwar schwarze Zahlen ausweisen und eine Dividende zahlen. Doch dazu müsse die Bank in erheblichem Umfang Reserven auflösen, erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen.

Die Münchner Hyp wollte die Informationen nicht kommentieren. Das Institut besitzt griechische Staatsanleihen im Wert von 108 Millionen Euro. Diese Anleihen sollen 2011 nur zu 60 Prozent abgeschrieben werden, das entspricht einem Betrag von etwa 65 Millionen Euro.

Dieser Betrag ist erheblich für eine Bank, die im gesamten Geschäftsjahr 2010 gerade einmal 17 Millionen Euro vor Steuern verdient hat. Um dennoch schwarze Zahlen zu schreiben, will die Bank deshalb Reserven auflösen, hieß es in Finanzkreisen.

Sollten weitere Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen nötig sein - eigentlich beträgt der Verlust aus dem Schuldenschnitt 75 Prozent - will die Bank diese erst 2012 buchen.

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