Großbank: Bilanz 2005: Credit Suisse enttäuscht mit Rekordergebnis

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Bilanz 2005: Credit Suisse enttäuscht mit Rekordergebnis

Einen Tag nach der UBS hat auch die zweitgrößte Schweizer Bank ein Rekordergebnis für 2005 gemeldet – trotz enormer Belastungen. Die Analysten waren dennoch nicht ganz zufrieden.

HB ZÜRICH. Die Credit Suisse wies am Mittwoch für 2005 einen Reingewinn von 5,85 Mrd. Franken (3,76 Mrd. Euro) aus. Das waren 4 Prozent mehr als im Vorjahr, aber weniger als die Analysten erwartet hatten. Diese Erwartungen waren bereits am Montag wegen der geänderten Buchungspraxis für Mitarbeiteraktien um 421 Mill. Franken nach unten revidiert worden. Insgesamt musste der Konzern einmalige Belastungen verdauen, die sich auf gut 1 Milliarde Franken beliefen.

Im Vermögensverwaltungsgeschäft flossen der Credit Suisse Neugelder von 58,4 Mrd. Franken zu. Davon entfielen 42,7 Mrd. Franken auf das Private Banking. Das entsprach einem Wachstum von 7,9 Prozent. Das gesamte verwaltete Vermögen stieg um 21,6 Prozent auf 1,48 Billionen Franken. Die Nettoerträge inklusive Versicherungsprämien und Erlösen aus Beteiligungsverkäufen kletterten um 10 Prozent auf 60,63 Mrd. Franken.

Konzernchef Oswald Grübel bezeichnete 2005 als entscheidendes Jahr, in dem die Bankeinheiten zusammengeführt worden seien. Zugleich sei die Profitabilität verbessert worden. Die Aktionäre sollen zum 150-jährigen Bestehen der Großbank eine von 1,5 auf 2 Franken erhöhte Dividende erhalten.

Zur Versicherungstochter Winterthur hieß es, diese habe noch weiteres Wachstumspotenzial. „Die Winterthur erzielte 2005 weitere Fortschritte und sie konnte sowohl ihr Finanzergebnis als auch ihr Betriebsergebnis verbessern. Dies unterstreicht die Wirksamkeit der in den vergangenen drei Jahren ergriffenen Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Leistung“, wurde Grübel in der Pressemitteilung zitiert.

Zuversichtlich gibt sich die Credit Suisse auch im Ausblick. Die Aussichten für ein weltweites Wachstum und für die Finanzmärkte seien gut.

Für das vierte Quartal allein nannte der Konzern am Mittwoch einen Gewinn von 1,103 Mrd. Franken gegenüber 959 Mill. ein Jahr zuvor. Das Neugeld belief sich im Private Banking auf 8,6 Mrd. Franken. Analysten hatten den Neugeldzufluss im vierten Quartal auf 7,4 Mrd. Franken geschätzt.

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