Großbank
Investmentbanking treibt Gewinn bei Credit Suisse

Durch das Investmentbanking kann die Credit Suisse ihren Gewinn fast verdoppeln. Ihr Chef sieht zudem Anzeichen für eine Stabilisierung der Märkte. Dagegen entwickelt sich die Vermögensverwaltung eher verhalten.
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ZürichDie Schweizer Großbank Credit Suisse hat dank üppiger Geschäfte im Investmentbanking im zweiten Quartal einen Milliarden-Gewinn erzielt. Der Reingewinn kletterte um ein Drittel auf 1,045 Milliarden Franken (845 Millionen Euro), wie die zweitgrößte Bank des Landes am Donnerstag mitteilte. Während der Zinsanstieg an den Märkten im Juni noch Unruhe ausgelöst hatte und auch bei der Credit Suisse das Geschäft bremste, zeigte sich Konzernchef Brady Dougan für die weitere Entwicklung des Gesamtmarktes vorsichtig zuversichtlich. "Diese Marktvolatilität setzte sich bis in den Juli fort, doch gab es in letzter Zeit Anzeichen einer Stabilisierung in unseren größten Märkten." Längerfristig dürfte die Bank aber von steigenden Zinsen profitieren, erklärte er.

Das Investmentbanking konnte den Vorsteuergewinn im abgelaufenen Quartal auf 754 (Vorjahr 314) Millionen Franken mehr als verdoppeln. Besonders rund lief es im Aktienhandel sowie bei Kapitalmarkt-Emissionen und im Beratungsgeschäft.

Mit der Vorlage der Quartalsergebnisse eröffnet Credit Suisse die Berichtssaison der großen europäischen Finanzinstitute. Schon die US-Geldhäuser wie JPMorgan, Bank of America oder Goldmans Sachs hatten mit unerwartet guten Ergebnissen geglänzt und die Erwartungen an das Credit-Suisse-Ergebnis hochgeschraubt. Die Schweizer legten einen Abschluss im Rahmen der Analystenschätzungen vor, die Anleger hatten der Bank aber offenbar noch mehr zugetraut. An der Börse fielen die Credit-Suisse-Aktien um 1,8 Prozent auf 27,90 Franken.

Die Messlatte für die anderen europäischen Institute liegt also hoch. Am nächsten Dienstag veröffentlichen die Deutsche Bank und Barclays ihre Zwischenberichte. Die größte Schweizer Bank, die UBS, hatte am Montag in Zusammenhang mit der Beilegung eines Disputs mit den US-Behörden um den Verkauf von Hypothekenpapieren Eckwerte für das zweite Quartal bekanntgegeben. Trotz hoher Kosten für diesen und andere Rechtsfälle verdiente das Institut mit rund 690 Millionen Franken (558 Millionen Euro) aber fast zwei Drittel mehr als vor einem Jahr. Im Geschäft mit reichen Privatkunden betrug der Netto-Zufluss über zehn Milliarden Franken.

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