Großbank
Standard Chartered bleibt in der Gewinnzone

Standard Chartered verzeichnet trotz Iran-Affäre ein deutliches Gewinnplus. Die Bank konnte ihr Ergebnis um eine mittlere einstellige Prozentrate steigern. Dabei musste sie eine hohe Vergleichszahlung leisten.
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HongkongDie britische Großbank Standard Chartered bleibt trotz der millionenschweren Vergleichszahlung im Streit um dubiose Iran-Geschäfte auf Kurs. Das operative Ergebnis nahm in den ersten neun Monaten um eine mittlere einstellige Prozentrate zu, wie das auf den asiatischen Markt fokussierte Geldhaus am Dienstag mitteilte. Damit seien die Gewinne im zehnten Jahr in Folge gestiegen.

Ohne die Vergleichszahlung über umgerechnet rund 260 Millionen Euro an die New Yorker Finanzaufsicht hätte der Gewinn allerdings um mindestens zehn Prozent zugelegt. Eine umfassende Einigung mit den US-Behörden wegen des Vorwurfs eines massiven Verstoßes gegen die Iran-Sanktionen der USA erwartet die Bank nun bis Jahresende.

„Auch wenn das Umfeld unruhig bleibt, sind wir in den richtigen Märkten und sehen weiter guten Rückenwind für unsere Geschäftsfelder und Regionen“, teilte Bankchef Peter Sands mit. Für das Gesamtjahr rechnen Analysten im Durchschnitt mit einem Anstieg des Vorsteuergewinns von sechs Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar. Die New Yorker Finanzaufsicht wirft Standard Chartered vor, den Regulierern Transaktionen mit iranischen Kunden von insgesamt 250 Milliarden Dollar verheimlicht zu haben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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