Großbank Wells Fargo Abwicklungsplan abgesegnet

Die US-Großbank Wells Fargo hat ihr „Banken-Testament“ nachgebessert – ganz zur Zufriedenheit der Notenbank Fed. Konkret geht es um die Abwicklung im Krisenfall. Bislang war der Notfall-Plan ungenügend.
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Wells Fargo soll bei der US-Notenbank ein geeignetes Konzept für eine mögliche Abwicklung im Krisenfall eingereicht haben. Quelle: AP
Wells Fargo

Wells Fargo soll bei der US-Notenbank ein geeignetes Konzept für eine mögliche Abwicklung im Krisenfall eingereicht haben.

(Foto: AP)

WashingtonDas US-Finanzinstitut Wells Fargo hat seine Pläne zur Abwicklung für den Krisenfall zur Zufriedenheit der Notenbank nachgebessert. Das sogenannte Banken-Testament sei nun ausreichend, teile die Federal Reserve am Montag mit.

Im Dezember hatte die Fed den frühere Notfall-Plan als ungenügend beurteilt. Die amerikanischen Großbanken hatten bereits mehrmals Strategien präsentieren müssen, wie sie ohne Staatshilfe durch eine Krise kommen könnten. Die Aufseher haben damit gedroht, Konsequenzen bis hin zu einer Aufspaltung zu ziehen, sollten die Geldhäuser nicht ausreichend liefern.

So gefährlich sind die größten Banken der Welt
Klasse 1 – UBS, Santander, Royal Bank of Scotland
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Der Finanzstabilitätsrat teilt die Banken in fünf Klassen ein. In der ersten Klasse befinden sich laut der vorgesellten Liste 17 Banken, die nicht als besonders systemrelevant gelten – das ist eine weniger als im Vorjahr. Diese Banken müssen ein Prozent mehr Kapital zusätzlich zu der erforderlichen Eigenkapitalquote vorhalten. Unter diesen für das System vergleichsweise nicht besonders gefährlichen Banken befinden sich zum Beispiel die Schweizer Großbank UBS, die Société Générale, die Santander, ING Bank, die Royal Bank of Scotland und Bank Morgan Stanley.

Klasse 1 – Standard Chartered
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Welche Konsequenzen der Brexit für die britische Standard Chartered haben wird, ist noch nicht absehbar. Die Bank belegt wie im Vorjahr einen Platz in Klasse 1, die einen Kapitalaufschlag von einem Prozent voraussetzt.

Neu in Klasse 1: Die Credit Suisse.
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Neu in der Klasse 1 ist die US-Bank Credit Suisse, die im Vorjahr noch mehr Kapital vorhalten musste. Jetzt beträgt dieser Zuschlag für das Schweizer Geldhaus nur noch ein Prozent. Sie hat aus Sicht der Regulierer an Relevanz verloren.

Klasse 2 – Barclays
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James Staley, seit Dezember 2015 Chef der britischen Bank Barclays, konnte die Risikoeinstufung des Geldhauses reduzieren. Barclays gehört, wie auch 2016 schon, nur noch der Klasse zwei an. Dort ist ein Kapitalzuschlag von 1,5 Prozent erforderlich.

Klasse 2 – Wells Fargo
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Wells Fargo spielt mit Barclays in einer Liga. Beide gehörten Klasse 2 an, was einen Kapitalzuschlag von 1,5 Prozent bedeutet.

Klasse 2 – Goldman Sachs
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Auch die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs wird als „systemisch“ eingestuft, sie muss 1,5 Prozent Kapitalzuschlag vorhalten.

Klasse 2 – Industrial and Commercial Bank of China
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Für genauso systemrelevant halten die Regulierer die Industrial and Commercial Bank of China. Aufschlag auch hier: 1,5 Prozent.

Die Pläne sind eine Reaktion auf die globale Finanzkrise, als der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers im Jahr 2008 die Weltwirtschaft erschütterte. Die Staaten wollen sich nicht mehr in Geiselhaft nehmen lassen, wenn sich Großbanken verspekulieren („too big to fail“): Die Institute und ihre Investoren sollen die Kosten selbst tragen und die Auswirkungen auf die Finanzmärkte begrenzen. Ähnliche „Testamente“ müssen inzwischen auch die Banken in Europa ausarbeiten. 

  • rtr
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