Großbanken vor Gericht
Credit Suisse und BNP bitten um Milde

Die US-Behörden wollen härter gegen Kriminalität der Großbanken vorgehen. Die ersten, die den neuen Kurs zu spüren bekommen sind Credit Suisse und BNP Paribas. Die Geldinstitute hoffen dennoch auf Nachsicht der Beamten.
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BangaloreDie Großbanken Credit Suisse und BNP Paribas bitten einem Medienbericht zufolge die US-Behörden, in den laufenden Rechtsverfahren Nachsicht zu üben. Damit wollten die Konzerne aus der Schweiz und Frankreich verhindern, dass sie ein Schuldeingeständnis mit möglicherweise weitreichenden Folgen ablegen müssen, berichtete die „New York Times” und berief sich auf mit den Verhandlungen vertraute Personen. Credit Suisse und BNP Paribas hatten vorgeschlagen, dass sich lediglich Tochtergesellschaften schuldig bekennen. Dem Bericht zufolge sperren sich aber die Staatsanwälte dagegen, lediglich gegen die Töchter vorzugehen. Credit Suisse wird Beihilfe zur Steuerhinterziehung vorgeworfen, BNP Paribas Verletzung von Sanktionen.

Hintergrund der Verhandlungen ist die härtere Gangart der US-Behörden gegenüber Großbanken. Vergangene Woche kündigte Justizminister Eric Holder ein konsequentes Vorgehen gegen kriminelle Machenschaften im Bankensektor an. Unter seiner direkten Aufsicht liefen gleich mehrere Ermittlungen, die in den kommenden Wochen oder Monaten zu Ergebnissen führen könnten.

Der „New York Times” zufolge könnte es im Fall der Credit Suisse bereits im Laufe dieser Woche zu einer Einigung mit den US-Behörden kommen. Der zweitgrößten Schweizer Bank droht nach früheren Reuters-Informationen eine Strafzahlung von bis zu 1,6 Milliarden Dollar. Credit Suisse müsste damit trotz eines geringeren Fehlverhaltens eine rund doppelt so hohe Buße schultern wie der Erzrivale UBS vor fünf Jahren. Von Credit Suisse, BNP Paribas und dem US-Justizministerium waren zunächst keine Stellungnahmen zu erhalten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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