Großbanken
Zwangsurlaub wegen Devisenmanipulation

Mit der Bank of America und BNP beurlauben gleich zwei Großbanken ihre Devisenhändler – laut Insidern und Medienberichten. Mehrere Händler werden verdächtigt, Referenzkurse am Devisenmarkt manipuliert zu haben.
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London/ ParisIm Skandal um Devisenmanipulationen stellen immer mehr Großbanken hochrangige Händler kalt. Am Donnerstag schickte die Bank of America ihren Chef des Devisen-Spothandels für Europa, den Nahen Osten und Afrika in Zwangsurlaub, wie eine mit den Vorgängen vertraute Person sagte. Einem Zeitungsbericht zufolge suspendierte auch die französische Großbank BNP Paribas einen hochrangigen Devisenhändler.

In der internationalen Affäre gehen Ermittler in Großbritannien und den USA Unregelmäßigkeiten am Devisenmarkt nach. Dort werden täglich 5,3 Billionen Dollar umgesetzt. Händler stehen in Verdacht, an Referenzkursen gedreht zu haben.

Der in London ansässige Chef-Händler der Investmentsparte Bank of America-Merrill Lynch, Joseph Landes, war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Das zweitgrößte US-Institut selbst wollte sich ebenso nicht äußern, wie auch Frankreichs größtes Geldhaus zu dem entsprechenden Bericht im „Wall Street Journal“ schwieg. Bob de Groot selbst, der bei BNP Chef des Devisen-Spothandels ist, antwortete auf per E-Mail gestellte Anfragen nach einer Stellungnahme nicht. Direkte Anrufe landeten in der Zentrale.

Im Zuge des Skandals wurden bereits mehr als 20 Händler entlassen oder suspendiert, darunter auch mehrere bei der Deutschen Bank. Auch JPMorgan Chase, Barclays und UBS greifen im Rahmen eigener Ermittlungen durch. Erst am Mittwoch beurlaubte zudem die britische Notenbank einen Mitarbeiter.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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