Großbritannien
Staat will Großbank RBS wieder privatisieren

Der britische Staat plant, sein RBS-Aktienpaket zu reduzieren. Die 71-prozentige Beteiligung soll binnen fünf Jahren schrittweise verkauft werden. 2017 schreibt das Geldhaus wohl erneut Verluste.
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LondonGroßbritannien will seine Beteiligung an der verstaatlichten Royal Bank of Scotland (RBS) senken. Der Staat will binnen fünf Jahren Aktien im Wert von insgesamt 15 Milliarden Pfund (16,9 Milliarden Euro) verkaufen, erklärte das Office for Budget Responsibility (OBR) in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Die Großbank gehört seit der Finanzkrise zu 71 Prozent dem britischen Staat. Den ersten Schritt zur Re-Privatisierung der RBS will Großbritannien noch vor dem Ende des Haushaltsjahr 2018/19 machen, indem Aktien im Wert von drei Milliarden Pfund auf den Markt geworfen werden. Derzeit erwartet der Staat aus seiner Beteiligung an der RBS einen Verlust von umgerechnet fast 30 Milliarden Euro.

Die RBS schreibt seit einem Jahrzehnt rote Zahlen und will 2018 erstmals wieder einen Gewinn machen. 2017 wird dagegen voraussichtlich erneut ein Verlust anfallen, weil dem Geldhaus in den USA eine Milliardenstrafe wegen des Verkaufs fauler Hypotheken-Papiere droht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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