Gute Bilanz 2005: Deutsche Axa hat den Vertriebler wiederentdeckt

Gute Bilanz 2005
Deutsche Axa hat den Vertriebler wiederentdeckt

Erst sei kurzem steht Eugène Teysen an der Spitze von Axa Deutschland. Er hat das Unternehmen in die Gewinnzone zurückgeführt. Von dem Aufschwung sollen auch die Mitarbeiter profitieren.

HB KÖLN. „Ein aktiver Vertrieb ist der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Teysen am Mittwochabend in Köln zu seiner Strategie. Zuvor hatte die deutsche Tochter des französischen Axa-Mutterkonzerns die Zahl der Vermittler über Jahre abgebaut. Teysen war vor rund fünf Monaten nach Verlusten der deutschen Tochter als Nachfolger von Claus- Michael Dill bestellt worden.

Die Zahl der Vermittler sei 2005 um 50 auf 3000 gestiegen, wobei rund 300 Außendienstler ausgetauscht worden seien. Seit 2003 war diese Zahl bei Axa Deutschland um fast 10 Prozent gesunken. 2004 beschäftigte der Kölner Versicherer 8200 Mitarbeiter, ein Beschäftigungssicherungsbündnis ist bis 2012 abgeschlossen. „Das Internet wird nicht den Vermittler verdrängen“, sagte Teysen, dafür seien die Produkte zu beratungsintensiv. In den kommenden fünf Jahren werde der Anteil des Onlinevertriebs nicht mehr als 10 Prozent der Abschlüsse betragen, prognostizierte der 54-jährige Belgier.

„Das operative Ergebnis 2005 wird erstmals deutlich zum Erfolg der Gruppe beitragen“, sagte Teysen, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Die deutsche Axa hatte im Geschäftsjahr 2004 in Folge von Abschreibungen und steuerlichen Effekten mit einem Minus von 68 Mill. Euro tiefrote Zahlen geschrieben.

Das positive operative Ergebnis 2005 begründete er mit erheblich gestiegenen Kapitalerträgen und geringen Schäden. Der Axa-Deutschland-Chef stellte die Zahlung einer Dividende in Höhe von 1,60 Euro in Aussicht, eine Verdreifachung im Vergleich zu 2005.

Das Beitragswachstum 2005 stieg im Vorjahresvergleich um 1,7 Prozent auf rund 6,45 Mrd. Euro. „Wir sind bei unserem Beitragswachstum nicht dort, wo wir hin wollen. Wir sind schwächer gewachsen als der Markt“, sagte Teysen. 2006 peilt er ein Beitragswachstum über Marktdurchschnitt an. Dabei sei der Kauf anderer Unternehmen aber nicht geplant.

Teysen befürwortete er das angestrebte Squeeze-Out-Verfahren zur Abfindung von Minderheitsaktionären. Der französische Mutterkonzern hält derzeit mehr als 94 Prozent der Anteile an Axa Deutschland und möchte das Unternehmen komplett übernehmen.

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