Halbjahresergebnis
Einbruch im Investment-Banking

Die Deutsche Bank verzeichnet einen Halbierung des Gewinns. Besonders betroffen: Das sonst so lukrative Investment-Banking. Mit Spannung werden die Äußerungen der Co-Chefs Jain und Fitschen zur Strategie erwartet.
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FrankfurtDer traditionelle Gewinnmotor der Deutschen Bank stottert. Weil die Schuldenkrise die Investoren rund um den Globus verunsichert, brach der Vorsteuergewinn im Investment-Banking im zweiten Quartal um über 60 Prozent auf 357 Millionen Euro ein. Ausgerechnet der neue Vorstandschef Anshu Jain, der die Sparte jahrelang selbst leitete, musste am Dienstag einräumen, dass das Privatkundengeschäft zuletzt mehr abwarf als das einst so lukrative Kapitalmarktgeschäft.

Eine schnelle Erholung erwartet er nicht. „Die Europäische Staatsschuldenkrise belastet weiterhin das Investorenvertrauen und die Kundenaktivitäten über alle Geschäftsbereiche hinweg“, erklärte Jain zusammen mit seinem Co-Chef Jürgen Fitschen.

Die Bank hat allerdings ihr Engagement in spanischen Staatsanleihen weiter gesenkt. Ende Juni hatte das Institut noch 873 Millionen Euro in Papieren des Euro-Krisen-Landes investiert, wie das Institut mitteilte. Drei Monate zuvor waren es noch knapp 1,4 Milliarden Euro. Dagegen erhöhte die Deutsche Bank ihre Investitionen in Italien von knapp zwei auf 2,5 Milliarden Euro.

In den übrigen Krisenstaaten sank das ohnehin schon niedrige Engagement weiter. In Portugal hat die Deutsche Bank noch 143 Millionen Euro im Feuer, in Irland 338 Millionen und in Griechenland 35 Millionen Euro. Welche Gefahren der Deutschen Bank durch die spanische Bankenkrise drohen, ließ das Institut zunächst offen.

Dass die Quartalszahlen enttäuschend ausfallen würden, hatte die Deutsche Bank schon vor einer Woche eingeräumt. Der Konzerngewinn vor Steuern halbierte sich beinahe auf 960 Millionen Euro, netto blieben nur noch rund 660 Millionen Euro übrig. Im gesamten ersten Halbjahr verdiente die Deutsche Bank unter dem Strich rund zwei Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn summierte sich in den sechs Monaten auf rund 2,8 Milliarden Euro.

Die Anleger sind mit dem Zahlenwerk nicht zufrieden. Die Aktien rutschten um bis zu zwei Prozent auf 24,32 Euro ab und zählten damit gegen den Trend zu den größten Verlierern im Dax.

Auch andere Großbanken tun sich derzeit schwer, im Investmentbanking Geld zu verdienen. Die Schweizer Rivalin UBS häufte in der Sparte im Quartal sogar einen Verlust von 130 Millionen Franken an. Vor allem in der Beratung bei Fusionen, Übernahmen und Börsengängen herrscht seit Monaten Flaute. Viele Institute leiten daher neue Sparrunden ein.

Die Deutsche Bank gab zunächst aber keinen weiteren Stellenabbau im Investmentbanking bekannt. In Finanzkreisen hatte es zuletzt geheißen, in dem Bereich stünden rund 1000 der zuletzt noch gut 10.000 Stellen auf der Kippe. Der Druck steigt, denn die Kosten stiegen wegen Währungseffekten zuletzt deutlich. Die Boni gingen zwar zurück, die Erträge allerdings noch deutlicher.

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  • Vorhin habe ich einen netten Spruch gehört.

    "Es kommt zu einer neuen Währung! EinebWährung zum selbstnausschneiden."

    Blödsinn, aber der Spruch hat aktuell was.

  • Bösgesinnte, Zyiniker und andere Spassvögel könnten die Überschrift durchaus falsch verstehen wollen.

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