Halbjahresgewinn der LPR steigt Neue Bilanzierung belastet die Landesbanken

Die neuen Bilanzierungsregeln nach den internationalen Standards IAS und IFRS werden bei den öffentlich-rechtlichen Landesbanken in Zukunft zu deutlich höheren Rückstellungen für künftige Pensionsverpflichtungen führen.

pk FRANKFURT/M. Die aus der angelsächsischen Methodenwelt abgeleiteten Vorschriften seien näher an der Realität als die alte Vorgehensweise nach dem Handelsgesetzbuch (HGB), sagte Helmut Schmitt, zuständig für die Konzernsteuerung der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP), auf einer Veranstaltung in Mainz. Allein bei der LRP sei mit Mehraufwendungen von 100 Mill. Euro in den kommenden Jahren zu rechnen. Die LRP stellt ihre Bilanz ab 2007 um, zur Vergleichbarkeit wird dann auch das Geschäftsjahr 2006 angepasst. Seit 2001 arbeitet die Landesbank an der Umstellung des Rechenwerks mit nun 60 Beschäftigten, die Kosten summierten sich auf 22 Mill. Euro.

Im ersten Halbjahr 2005 konnte die LRP, die seit dem 1. Januar als Tochter der größeren Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) geführt wird, ihren Überschuss nach Steuern um 46,1 Prozent auf 50,1 Mill. Euro steigern. Vorstandsvorsitzender Friedhelm Plogmann zeigte sich zuversichtlich, einen ähnlichen Gewinnsprung auch für das Gesamtjahr erreichen zu können. Die wichtigste Kennziffer für die LRP, die Eigenkapitalrendite vor Steuern, stieg im ersten Halbjahr auf 13 Prozent. Die Zielvorgabe der Stuttgarter Mutter lautet, hier im Jahr 2006 auf 15 Prozent zu kommen.

Die Mainzer Landesbank brauchte für die Zeit ohne die staatlichen Ausfallgarantien seit dem 19. Juli dieses Jahres eine neue Eigentümerstruktur, weil das Land sich nicht beteiligen wollte. Eine solche Unterstützung durch die Landesregierung honorieren die Rating-Agenturen auch im neuen Wettbewerbsumfeld. Nach Verhandlungen mit der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und der LBBW machten letztlich die Stuttgarter das Rennen, die aus einer früheren Beteiligung ein Vorkaufsrecht besaßen.

Momentan läuft die Feinabstimmung zwischen LRP und LBBW über den künftigen Marktauftritt. Danach bleibt die LRP zuständig für Rheinland-Pfalz, im Mittelstand geht sie künftig auch unter die bisherige Obergrenze von 100 Mill. Euro Umsatz. Bundesweit wird ein Branchenansatz verfolgt, bei dem die Mainzer etwa für die Ernährungsindustrie zuständig sind. LRP-Vorstand Hubert Sühr beziffert die Kostensynergien für beide Institute zusammen auf 40 Mill. Euro in den nächsten drei bis vier Jahren.

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