Halbjahreszahlen
IT-Umbau lässt Gewinn der Apobank stagnieren

Der Überschuss der Deutschen Apotheker- und Ärztebank macht derzeit keine großen Sprünge. Der Umbau der IT und ein Sparprogramm machen dem Institut zu schaffen. Es werden weitere Stellen abgebaut.
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FrankfurtDer aufwendige Umbau der IT und die Kosten für ein Effizienz- und Sparprogramm belasten den Gewinn der Deutschen Apotheker- und Ärztebank. Der Überschuss der mit Abstand größten deutschen Genossenschaftsbank stagnierte im ersten Halbjahr bei 23,5 (Vorjahr: 23,5) Millionen Euro, wie die Düsseldorfer Apobank am Donnerstag mitteilte.

Vorstandschef Herbert Pfennig stellte auch für das Gesamtjahr einen stabilen Gewinn von rund 43 Millionen Euro in Aussicht. Damit könne die Apobank auch eine Dividende ausschütten. 2011 hatten ihr Spekulationen mit Kreditversicherungen für griechische Staatsanleihen das Ergebnis verhagelt.

Pfennig hatte die für dieses Jahr verbleibenden Kosten für das im Frühjahr abgeschlossene IT-Projekt auf 40 Millionen Euro veranschlagt. In der Verwaltung sollen Stellen abgebaut werden, im Vertrieb sollen Berater hinzukommen. Die Apobank beschäftigt rund 2500 Mitarbeiter. Mit dem Betriebsrat wurde ein Sozialplan vereinbart.

Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge fiel in den ersten sechs Monaten um 17 Prozent auf 132,8 Millionen Euro. Mit dem Abbau der riskanten strukturierten Finanzprodukte, die die Apobank über Jahre belastet hatten, sei das Institut in den ersten sechs Monaten schneller vorangekommen als erwartet. Die Abschreibungen darauf seien dabei noch gesunken.

Dagegen stieg die Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft an. Das liege an dem um 2,2 Milliarden Euro gestiegenen Kreditvolumen, das zugleich einen höheren Zinsüberschuss von 343 (321) Millionen Euro brachte. Das Einlagengeschäft wuchs dagegen nur leicht auf 19,7 (19,3) Milliarden Euro. Der Wettbewerb sei hart, erklärte die Apobank.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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