Halbjahreszahlen
Katastrophen kosten Versicherer 20 Millarden Dollar

Die Flutkatastrophe im Juni hat sich nicht so stark in den Bilanzen der Versicherer bemerkbar gemacht wie vermutet. Dennoch dürfte 2013 für Versicherungen das zweitteuerste Flut-Jahr aller Zeiten werden – nach 2011.
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FrankfurtTrotz der Flutkatastrophe in Deutschland und Mitteleuropa haben die Versicherungskonzerne im ersten Halbjahr weltweit weniger für Großschäden zahlen müssen als gewöhnlich. Der versicherte Schaden aus Naturereignissen und von Menschen verursachten Katastrophen betrug nach einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Rückversicherers Swiss Re 20 (erstes Halbjahr 2012: 21) Milliarden Dollar. Er lag damit unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Die wirtschaftlichen Großschäden – einschließlich der nicht von Versicherern beglichenen Rechnungen – summierten sich auf 56 (67) Milliarden Dollar.

Doch Swiss-Re-Chefökonom Kurt Karl will das Jahr noch nicht vor seinem Ende loben: „Auch wenn der Schadenverlauf 2013 bisher unterdurchschnittlich war, könnten die laufende Hurrikansaison im Nordatlantik und weitere Katastrophen wie Winterstürme in Europa die Versicherungsschäden für 2013 noch deutlich ansteigen lassen.“

Allein Überschwemmungen – die es im Juni auch in Kanada gab – verursachten im ersten Halbjahr versicherte Schäden von acht Milliarden Dollar (sechs Milliarden Euro). Damit steht laut Swiss Re schon jetzt fest, dass 2013 zumindest das zweitteuerste Flut-Jahr für Versicherer sein wird. Übertroffen werde es nur noch von 2011, als sie nach der Flutkatastrophe in Thailand 16 Milliarden Dollar zahlen mussten.

Allein das Hochwasser im Süden und Osten Deutschlands und den angrenzenden Regionen zerstörte 18 Milliarden Dollar an Werten, wovon die Versicherer 4,1 Milliarden Dollar ersetzten. Die Münchener Rück hatte den versicherten Flut-Schaden im Juni auf einen ähnlichen Betrag taxiert. Die sogenannte „Jahrhundertflut“ vor elf Jahren hatte – inflationsbereinigt – drei Milliarden Dollar Schaden in den Bilanzen der Versicherer verursacht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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