Handelsblatt exklusiv
Ergo will im Ausland deutlich wachsen

Nachdem der Versicherer Ergo in den vergangenen drei Jahren im Auslandsgeschäft Verluste gemacht hat, sollen in diesem Jahr wieder Gewinne erzielt werden.
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DüsseldorfDer Versicherer Ergo setzt sich neue Ziele im Auslandsgeschäft. „Ich denke, wir können in drei bis fünf Jahren im Bestand einen Auslandsanteil von 30 Prozent erreichen“, sagte Jochen Messemer, der im Vorstand der Ergo das internationale Geschäft verantwortet, dem Handelsblatt. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Ergo im Ausland gut 4,3 Milliarden Euro - rund 21,4 Prozent der gesamten Prämieneinnahmen.

Anfang 2008 hatte Ergo-Chef Torsten Oletzky in Aussicht gestellt, bereits 2013 30 Prozent der Einnahmen im Ausland zu generieren – doch dieses Tempo ist inzwischen illusorisch. Zuletzt musste Ergo einige Sanierungsfälle lösen, der Versicherer verkaufte etwa seine verlustreichen Töchter in Portugal und Südkorea.

Im Türkeigeschäft, immerhin von den Beitragseinnahmen im vergangenen Jahr mit 300 Millionen Euro nach Polen die weltweit zweitgrößte Tochter im Schadensgeschäft, rechnet Messemer in diesem und im kommenden Jahr noch mit Verlusten, dann soll die Tochter Gewinn erwirtschaften. „Damit haben wir dann all unsere Sanierungsfälle gelöst“, sagte Messemer.

Nachdem Ergo in den vergangenen drei Jahren im Auslandsgeschäft Verluste gemacht hat, sollen in diesem Jahr wieder Gewinne erzielt werden. „Wir gehen von einem positiven Ergebnis im niedrigen ein- bis zweistelligen Millionenbereich aus, wenn es keine großen externen Schocks gibt“, sagt Messemer. Sein Ziel ist es, dass das Auslandsgeschäft künftig „in normalen Jahren 100 bis 150 Millionen Ertrag“ erwirtschaftet. Wann dieses Ziel genau erreicht sein wird, wollte er nicht sagen.

Nicole Bastian
Nicole Bastian
Handelsblatt / Ressortleiterin Ausland

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  • In den GrowthsMarkets z.Bsp. Mittlerer Osten besteht ein enormes potential an Versicherungslösungen, da die Märkte weder gesättigt sind, noch eine entsprechende Sensibilisierung vorherscht.Viel mehr scheidert es an den interkulturellen Unwissenheit und mangelnden Landes.-u.Kulturkennern aus den Units heraus, welche über die lokalen und regionalen Märkte und Zusammenhänge Bescheid wissen.Es ist natürlich auch eine Frage der "Offenheit" und Bereitschaft der "großen"-gesättigten Organisation aus unserem Land.
    Die Zielgruppen selber sind überglücklich, wenn Sie "erreicht" und vor allem verstanden werden können.

  • Aus eigener Erfahrung erlebe ich den Außendienst in der Türkei. Aus eigener Auslandserfahrung als Repräsentant einer deutschen Versicherungsgesellschaft (zwischenzeitlich Pensionär), muß ich feststellen, mich wundert es überhaupt nicht, dass in der Türkei nur Verluste eingefahren werden. Der Außendienst ist viel zu schlecht fachlich fundiert. Eine Risiko Einschätzung kann reell nicht erfolgen.
    SAB.

  • Aus eigener Erfahrung erlebe ich den Außendienst in der Türkei. Aus eigener Auslandserfahrung als Repräsentant einer deutschen Versicherungsgesellschaft (zwischenzeitlich Pensionär), muß ich feststellen, mich wundert es überhaupt nicht, dass in der Türkei nur Verluste eingefahren werden. Der Außendienst ist viel zu schlecht fachlich fundiert. Eine Risiko Einschätzung kann reell nicht erfolgen.
    SAB.

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