Handelsblatt-Frax-Index: Stimmung am Arbeitsmarkt für Banker schlechter

Handelsblatt-Frax-Index
Stimmung am Arbeitsmarkt für Banker schlechter

Am Arbeitsmarkt für Banker und andere Finanzexperten hat sich die Stimmung eingetrübt. Die Zahl der offenen Stellen ging deutlich zurück. Dabei sah es noch im Juni so aus, als kehrten langsam wieder Vorkrisenverhältnisse ein.
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FRANKFURT. Am Arbeitsmarkt für Banker und andere Finanzexperten hat sich die Stimmung eingetrübt. Sah es noch im Juni so aus, als herrschten wieder Vorkrisenverhältnisse gemessen an der Zahl der offenen Stellen im deutschen Bank- und Finanzdienstleistungssektor, so ist deren Niveau im Juli und August wieder messbar abgesackt. Das ergibt der Handelsblatt-Frax-Index, den die Frankfurt School of Finance and Management in Kooperation mit dem Handelsblatt einmal im Monat ermittelt.

Seit Juni ist der Frax um mehr als fünf Prozent auf 86,8 Prozent gesunken. Damit gibt es, gemessen an den Angeboten der Jobbörsen und Suchmaschinen im Internet, mehrere Hundert offene Stellen weniger in der Branche. Zwar hält es Dirk Rudolph von der Frankfurter Hochschule für „übertrieben, bereits von einer Abschwächung des Arbeitsmarktes“ für Banker zu sprechen. Doch der Index, der die Veränderung freier Stellen für die rund 750 000 Beschäftigten im deutschen Bank- und Finanzdienstleistungssektor misst, liegt nun wieder deutlich unter seinem Anfangswert bei 100 Prozent von Juli 2007 vor Beginn der Finanzkrise.

Zwei mögliche Gründe sieht Rudolph für die schlechtere Stimmung: Erstens dürfte die Schuldenkrise in Südeuropa in den vergangenen Monaten belasten. Zweitens erkennt der Wissenschaftler einen saisonalen Effekt: Auch im August 2009 sackte der Frax ab, damals sogar um deutlichere 8,3 Prozent.

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