Handy-zu-Handy-Zahlung „Kwitt“ – Sparkassen-App kann jetzt Geld versenden

Seit zwei Monaten bieten Sparkassen ihren Kunden die Möglichkeit, Geld per Smartphone zu überweisen. 260.000 Kunden nutzen das Angebot mit dem Namen „Kwitt“, bei dem man eigentlich mit den Volksbanken kooperieren wollte.
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Das Geldversenden per Telefon scheint Sparkassenkunden zu gefallen. Quelle: AFP
Smartphone-Bildschirm

Das Geldversenden per Telefon scheint Sparkassenkunden zu gefallen.

(Foto: AFP)

BerlinDie deutschen Sparkassen gelten gemeinhin nicht als die Finanzgruppe mit den großen Innovationen. Jetzt aber können die knapp 400 Geldhäuser mit einer Neuheit aufwarten – die ihre Kunden auch kräftig nutzen. Zwei Monate nach dem Start haben sich 260.000 Kunden für den Service registriert, mit dem sie per Smartphone Geld versenden können. Die Funktion in der Sparkassen-App nennt sich „Kwitt“.

„Alle sind stolz, dass wir auch einmal etwas Neues haben“, sagte Joachim Schmalzl, Digitalvorstand des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, auf der Handelsblatt Jahrestagung Zukunftsstrategien für Sparkassen und Landesbanken. Er rechnet damit, dass die Nutzerzahlen noch weiter steigen, schließlich haben die Sparkassen noch nicht groß für „Kwitt“ geworben. Zuletzt habe es 6.000 Transaktionen pro Tag gegeben.

Ursprünglich wollten die Sparkassen Zahlungen an Handy-Kontakte zusammen mit den Volks- und Raiffeisenbanken starten. Das gemeinsame Angebot sollte den Namen „Geldbote“ tragen. Auch die Deutsche-Bank-Tochter Postbank und die Direktbank ING-Diba galten als mögliche Kooperationspartner. Dem schob das Bundeskartellamt im Herbst aber einen Riegel vor.

Hintergrund ist, dass es unabhängige Anbieter für Handy-zu-Handy-Zahlungen auch in Deutschland bereits gibt. Pionier ist die Starnberger Frima Lendstar, die bereits mit einigen Raiffeisenbanken und Sparda-Banken kooperiert. Auch Cringle bietet das Smartphone-Bezahlen unter Freunden an. Ebenso am Markt ist der Onlinebezahlriese Paypal, der vor allem für das Bezahlen bei Onlinekäufen bekannt ist.

Deutschlands beste Sparkassen – aus Kundensicht
Platz 10 – Stadtsparkasse Augsburg
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So schlimm wie dieser zerstörte Schriftzug andeutet, ist es um das Ansehen der Stadtsparkasse Augsburg nicht bestellt. Im Gegenteil: Das Geldhaus erreicht mit einer Gesamtwertung von 3,62 Punkten Platz zehn der Rangliste, die das Bewertungsportal WhoFinance erhoben und die „Bild am Sonntag“ veröffentlicht hat. Ein Punkt bedeutet im Ranking eine miese Beratung, fünf Punkte sind die Bestnote. Die Ergebnisse der Stadtsparkasse Augsburg im Detail: Altersvorsorge (3,85), Geldanlage (3,88), Baufinanzierung (3,88), Konto & Kredit (3,84).

Platz 9 – Sparkasse Mainz
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Das Rheinufer in Mainz: Mit ihren Bewertungen kann sich das Geldinstitut ebenso sehen lassen. Die Gesamtbewertung von 3,65 Punkten setzt sich zusammen aus Altersvorsorge (3,98), Geldanlage (4,17), Baufinanzierung (4,03), Konto & Kredit (3,83). WhoFinance hat mehr als 300.000 Bewertungen in der Datenbank. Für das Ranking wurden dabei Banken mit mindestens zehn bewerteten Filialen und 500 Bewertungen berücksichtigt.

Platz 8 – Nassauische Sparkasse
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Die Nassauische Sparkasse hat ihren Hauptsitz in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden – und schiebt sich mit einer Bewertung von 3,65 Punkten nur knapp am Sparkasse-Nachbarn aus Mainz vorbei. Die Teilbewertungen: Altersvorsorge (3,82), Geldanlage (3,83), Baufinanzierung (3,78), Konto & Kredit (3,82). Hierbei sei angemerkt: Die Gesamtnote ist nicht gleich dem Durchschnitt der Teilnoten. In die Gesamtnote fließt auch die allgemeine Bewertung der Bank ein, da nicht jeder Kunde eine präzise Teilbewertung abgibt.

Platz 7 – Sparkasse Dortmund
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Eine von zwei Sparkassen aus dem Ruhrgebiet unter den Top-Sparkassen: Die Sparkasse Dortmund erreicht eine Gesamtwertung von 3,69 Punkten. Die Teilbewertungen: Altersvorsorge (3,74), Geldanlage (3,68), Baufinanzierung (3,69), Konto & Kredit (3,72).

Platz 6 – Sparkasse Bielefeld
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Knapp vor Dortmund kommt Bielefeld: Die dortige Sparkasse wird von ihren Kunden häufig weiterempfohlen. Die Teilbewertungen: Altersvorsorge (3,87), Geldanlage (3,83), Baufinanzierung (3,82), Konto & Kredit (3,87).

Platz 5 – Aachen
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Der Aachener Kaiserdom: Die Sparkasse der Stadt an der Grenze zu Belgien überzeugt viele Kunden. Die Gesamtbewertung liegt bei 3,72 Punkten. Besonders mit der Geldanlage scheinen die Bewertenden bei WhoFinance zufrieden: Altersvorsorge (3,89), Geldanlage (3,95), Baufinanzierung (3,80), Konto & Kredit (3,86).

Platz 4 – BW Bank
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Die Baden-Württembergische Bank erreicht eine Gesamtwertung von 3,77 Punkten und schrammt damit knapp am Treppchen vorbei. Die Einzelwertungen: Altersvorsorge (3,99), Geldanlage (4,00), Baufinanzierung (3,97), Konto & Kredit (3,94).

Die Sparkassen hoffen darauf, dass Handy-zu-Handy-Zahlungen doch noch über viele deutsche Banken hinweg angeboten werden kann. „Natürlich sind wir offen für eine breitere Interaktion mit anderen Kreditinstituten“, sagt Schmalzl. Die Genossenschaftsbanken haben derweil ihrerseits die Funktion „Geld senden & anfordern“ in der App für ihre Kunden gestartet.

Aber auch ein Gemeinschaftsangebot der deutschen Kreditwirtschaft ist keine Garantie für einen guten Start. Das gemeinsame Onlinebezahlverfahren Paydirekt hinkt nach wie vor dem Platzhirschen Paypal dramatisch hinterher. „Wir haben festgestellt, dass der Sprint ein Langstreckenlauf wird“, sagte Schmalzl. Die Integration in die Händlersysteme sei sehr kompliziert. „Das ist aufwändig, aber wir werden das machen.“

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