Handelsblatt testet – Pflegeversicherungen Die Angst vor dem Altern

Im Auftrag des Handelsblatts hat das Analysehaus Franke und Bornberg die Angebote der Versicherer im Bereich Pflege unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Preise und Leistungen der einzelnen Tarife variieren deutlich.
Nur die wenigsten Deutschen haben bisher vorgesorgt. Quelle: Imago
Pflegeversicherungen im Handelsblatt-Test

Nur die wenigsten Deutschen haben bisher vorgesorgt.

(Foto: Imago)

MünchenDer Gedanke, im Alter pflegebedürftig zu werden, jagt vielen Deutschen Angst ein – noch mehr als der Gedanke an Krieg oder Arbeitslosigkeit. Das zeigte erst kürzlich eine Umfrage des Versicherers R+V. Nicht ohne Grund: Das Risiko zum Pflegefall zu werden steigt.

Derzeit sind laut Statistischem Bundesamt rund 2,6 Millionen Deutsche auf Pflege angewiesen, 2030 werden es 3,4 Millionen und weitere 20 Jahre später 4,5 Millionen Bürger sein. Drei von vier Frauen müssen also damit rechnen, einmal pflegebedürftig zu werden, bei den Männern jeder zweite.

Gewinner und Verlierer der Krankenversicherungen
Gesetzliche Krankenversicherung
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Nie zuvor gab es mehr Mitglieder als zum 1. Juli 2015 – rund 53,55 Millionen Menschen sind Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Basierend auf Daten des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) veröffentlichte der Dienst für Gesellschaftspolitik (Dfg) ein Ranking der Krankenkassen mit dem größten Mitgliederschwund und den größten Zuwächsen. Wir zeigen die fünf Gewinner und Verlierer der vergangenen sechs Monate.

Verlierer: Barmer GEK
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Die Liste der Verlierer wird angeführt von der Barmer GEK: Die zweitgrößte Krankenkasse Deutschlands verlor insgesamt 39.397 Mitglieder im ersten Halbjahr des Jahres 2015. Bundesweit will die Barmer GEK nun einige Häuser schließen und ihr Netzwerk verkleinern.

Verlierer: DAK-Gesundheit
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Ähnlich schlecht lief es bei der DAK-Gesundheit: Zur Jahresmitte hatte die Krankenkasse 30.532 Mitglieder weniger als noch zum 1. Januar. Zuletzt sorgten Uneinigkeiten mit Pflegediensten für negative Schlagzeilen.

Verlierer: Deutsche BKK
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Ein Minus von 14.070 Mitgliedern verbuchte die Deutsche BKK. Die Betriebskrankenkasse entstand 2003 durch eine Fusion der Volkswagen BKK und der Betriebskrankenkasse Post.

Verlierer: BKK Pfalz
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Insgesamt 209.512 Menschen versichert die BKK Pfalz11.942 Personen weniger als noch zu Jahresbeginn.

Verlierer: IKK Südwest
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Einen Mitgliederschwund von 10.682 Personen hat die IKK Südwest zu beklagen. Insgesamt sind circa 650.000 Menschen dort versichert.

Gewinner: Techniker Krankenkasse
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Den mit Abstand größten Mitgliederzuwachs bekam die Techniker Krankenkasse: 145.825 neue Mitglieder durfte die größte deutsche Krankenkasse seit dem 1. Januar begrüßen.

Doch die wenigsten haben bisher privat vorgesorgt. Rund 2,7 Millionen der gut 79 Millionen Deutschen hatten zuletzt eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen, wie der Verband der privaten Krankenversicherungen errechnet hat, das sind gerade einmal 3,4 Prozent.

Dabei decken die Leistungen aus der gesetzlichen oder privaten Pflegepflichtversicherung selbst in der höchsten Pflegestufe III nur etwa die Hälfte der Kosten für einen Platz im Pflegeheim, den Rest müssen die Betroffenen oder ihre Angehörigen aufbringen.

„Um diese Lücke zu schließen, sollten Sie, sobald es Ihnen möglich ist, eine private Pflegezusatzversicherung abschließen“, empfehlen so auch die Experten vom Bund der Versicherten. „Sie kann eine sinnvolle Ergänzung zur Berufsunfähigkeitsversicherung werden. So verhindern Sie, dass Ihre Angehörigen zu Zahlungen verpflichtet werden oder Sie auf Zuschüsse des Sozialamtes angewiesen sind“.

Erhöhter Zuschuss
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