Handelssystem Deutsche Börse geht in Kuwait leer aus

Das Emirat Kuwait hat sich bei dem neuen Handelssystem für seine Börse gegen das Produkt der Deutschen Börse ausgesprochen. Der zweitgrößte arabische Handelsplatz entschied sich nach monatelangen Verhandlungen für das Angebot des Konkurrenten Nasdaq OMX.
Auf Wiedersehen, Auftrag in Kuwait: Reto Francioni, Chef der Deutschen Börse, muss einen Rückschlag hinnehmen. Quelle: dpa

Auf Wiedersehen, Auftrag in Kuwait: Reto Francioni, Chef der Deutschen Börse, muss einen Rückschlag hinnehmen.

(Foto: dpa)

HB KUWAIT. Die Börse habe sich nicht nur für das Handelssystem entschieden, sagte Wafa Al-Raschid, technische Leiterin der Kuwaiter Börse. „Es wird eine vollwertige Partnerschaft sein.“ Das System soll innerhalb der nächsten 13 Monate eingeführt werden. Finanzielle Details der Übereinkunft nannte die Börse nicht.

Kuwait will sich wirtschaftlich nicht mehr allein vom Ölexport abhängig machen. Dazu sollen verstärkt Investoren in die Golfstaaten gelockt werden. Privatisierungspläne oder Geschäfte mit ausländischen Firmen wie in anderen Golfstaaten stießen jedoch auf Widerstand. Erst am Freitag sicherte sich der Börsenbetreiber NYSE Euronext einen 20-prozentigen Anteil an der neu entstandenen Börse von Katar.

Die Börse in Kuwait litt in der Vergangenheit auch unter einer Reihe von Unregelmäßigkeiten. Kuwait ist zudem der einzige Golfstaat ohne Finanzmarktaufsicht, nachdem entsprechende Pläne im Parlament scheiterten.

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