Hannover Rück mit Rekordgewinn
Ein Ausrufezeichen aus Hannover

Die Hannover Rück hängt Branchenprimus Munich Re ab. Die Anleger lockt der drittgrößte Rückversicherer der Welt mit einer Rekorddividende und schüttet rund die Hälfte des Gewinns aus. Dennoch bleibt die Lage schwierig.
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HannoverNiedersachsen sind nicht dafür bekannt, dass sie ihre Emotionen allzu offensiv und wortreich nach außen tragen. So fällt es schwer, in den Sätzen, die Ulrich Wallin als Chef des weltweit drittgrößten Rückversicherers Hannover Rück zur Geschäftslage des Giganten findet, nur einen Hauch von Überschwang  zu erkennen. „Insgesamt war es ein gutes Jahr, auch wenn das Prämienvolumen leicht rückläufig war“, stellte der grauhaarige Jurist am Donnerstag bei der Vorlage des Jahresabschlusses des Konzerns in Hannover mit ruhiger Stimme gewohnt nüchtern fest.

Dabei gäbe es durchaus Grund für ausgeprägtes Selbstbewusstsein: Die Hannoveraner legen Rekorddividende und Rekordergebnis vor – und mit Rückenwind von den jüngsten Vertragsverhandlungen traut sich der Mdax-Wert auch in diesem Jahr erneut einen Milliardengewinn zu.

Es ist ein Ausrufezeichen aus Hannover. Es läuft besser als gedacht für die Niedersachsen. Im abgelaufenen Jahr verdienten die Hannoveraner unter dem Strich 1,17 Milliarden Euro und damit knapp zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Für den Rückversicherer ist dies der fünfte Rekordgewinn in Folge – und auch für 2017 gibt sich Wallin optimistisch. Der Konzern habe in der Erneuerungsrunde mehr Geschäft gezeichnet als erwartet, betonte der Vorstandschef.

Bereits Anfang Februar hatte die Hannover Rück ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr angehoben und einem Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro für 2017 in Aussicht gestellt. Zuvor hatte sich Hannover Rück für 2017 auf stagnierende oder leicht rückläufige Prämieneinahmen gefasst gemacht. Die wachsende Zuversicht liegt auch an Spezialverträgen, die Hannover Rück – zumeist abseits der Erneuerungsrunde – mit Erstversicherern geschlossen hat. Diese wälzen damit Risiken an den Rückversicherer ab, die ihre finanziellen Ziele gefährden würden.

Fast zwei Drittel des klassischen Schaden-Rückversicherungs-Geschäfts waren zum 1. Januar zur Erneuerung angestanden. 86 Prozent der 4,7 Milliarden Euro wurden zu unveränderten Konditionen verlängert, durch neue und neu ausgehandelte Vertragsabschlüsse sank das Volumen unter dem Strich aber wechselkursbereinigt um 1,4 Prozent. Preis- und Volumeneffekte summierten sich auf ein Plus von zwei Prozent. Einschließlich der Bilanzschutz-Firmenverträge wuchs das Portfolio der Hannover Rück zum Jahreswechsel um sieben Prozent.

Die Combined Ratio, also die versicherungstechnische Rentabilitätszahl, von 93,7 Prozent bei der Hannover Rück sei ein „sehr profitables Niveau“, lobte DZ-Bank-Analyst Thorsten Wenzel. Doch die Großschadenbelastung sei niedriger ausgefallen als gedacht. Naturkatastrophen und Großschäden kosteten das Unternehmen rund 627 Millionen Euro und damit neun Prozent mehr als im Vorjahr – der Konzern hatte ursprünglich jedoch noch mit 200 Millionen Euro mehr gerechnet.

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Ein wichtiger Prestigeerfolg

Kommentare zu " Hannover Rück mit Rekordgewinn: Ein Ausrufezeichen aus Hannover"

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  • Ach, in Russland und den USA gibt es keine Aktiengesellschaften und keine Fonds/Versicherungen? Jeder Kleinsparer hält die dort gehandelten Aktien direkt?

  • Und wer sind die Aktionäre.......Fonds...keine Kleinsparer.
    Das ist auch nur unter der grünsozialistischen Merkelregierung möglich.
    Das würde es unter Trump und Putin nie geben. Denn das sind Männer aus dem Volk.

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