Hauptversammlung
Aktionäre meckern über Commerzbank-Pläne

Die Commerzbank will den Staat bald abgeschüttelt haben - und braucht ihre Aktionäre für eine Kapitalerhöhung. Auf der Hauptversammlung geht es deshalb hoch her.
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FrankfurtDie Commerzbank verspricht ihren Aktionären nach dem unmittelbar bevorstehenden weitgehenden Ausstieg des Staates rosige Zeiten. "Wir sind in weiten Teilen ein Spiegelbild der deutschen Wirtschaft - und wir profitieren von ihrer Stärke", sagte Vorstandschef Martin Blessing am Freitag auf der Hauptversammlung in Frankfurt. Schon 2011 soll der operative Gewinn "signifikant" höher ausfallen als die 1,4 Milliarden Euro von 2010, alle Sparten sollen zulegen.

Für das nächste Jahr stellte Finanzchef Eric Strutz erneut ein operatives Ergebnis von vier Milliarden Euro in Aussicht. Erst dann dürfen die Anteilseigner mit einer Dividende rechnen. "Wir werden auch danach nicht nachlassen", betonte Strutz.

Die Aktionäre sollten über die Kapitalmaßnahmen abstimmen, mit denen die Commerzbank bis Ende Juni 14,3 Milliarden der 16,2 Milliarden Euro an Stillen Einlagen vorzeitig zurückzahlen will, die sie als Rettungsring vom Staat erhalten hat. Die übrigen 1,9 Milliarden sollen bis 2014 folgen. Die notwendigen Mehrheiten hat Blessing dank der Großaktionäre Soffin und Allianz sicher. Trotzdem warb er um die Zustimmung der Aktionäre: "Wir wollen die schwierige Phase, die wir im Zuge der Finanzkrise durchlebt haben, endgültig hinter uns lassen."

Klaus Nieding von der Aktionärsvereinigung DSW sieht die Wahl nüchtern: "Es bleibt uns ja nichts übrig, als zuzustimmen - damit wir wieder Herr im eigenen Haus sind. Wir haben die Wahl zwischen Pest und Cholera." Doch auch nach der Kapitalerhöhung, die Ende Mai anlaufen soll, bleibt der Bankenrettungsfonds SoFFin mit 25 Prozent an der Bank beteiligt. "Wir werden auch weiterhin nach Schäubles Pfeife tanzen müssen", sagte Nieding.

Andere Aktionäre sind weniger gelassen. Dem ersten Zwischenrufer droht Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller mit Rauswurf: "Wenn Sie so weitermachen, können Sie am Main spazieren gehen - und das dauert nicht mehr lange." Ein anderer Investor spricht von "sittenwidriger Schädigung der Aktionäre" durch die Mega-Kapitalerhöhung, die er "Aktien-Metastasierung" nennt.

Insgesamt will die Bank bis Anfang Juni 8,25 Milliarden Euro bei ihren Anteilseignern einsammeln, 4,3 Milliarden davon hat sie bereits in der Tasche. Sie werden schon kurz nach der Hauptversammlung an den SoFFin ausgeschüttet - ebenso wie eine Milliarde Euro, auf die Finanzchef Strutz wegen des gesunkenen Risikos in der Bilanz nach eigenen Angaben verzichten kann.

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  • Na ja, wenn jeder so negativ über CBK redet, denke ich , dass es Zeit ist, die zu kaufen :-)

  • Das Gespann erinnert an Stan laurel und Oliver hardy, genannt Dick und Doof.

  • So, so, Spanien ist also noch sehr verlusttächtig. Dann hoffen wir mal daß Doro und Martin mit KPM weiter die Shoppingtouren in Manhatten machen dürfen, denn das USA-Geschäft ist ja auch so wunderbar rentabel, gelle? Übrigens spricht ja der Autor von "The Big Short" über die intelligenzfreien Deutschen die jede Müll-CDO gekauft haben als "die Düsseldorfer". Die Commerzbank gehört dazu und Doro, die ja die Counterparty bei Goldman vertritt wusste ja sicherlich nichts von den schlechten Geschäften des Gatten, nicht wahr? Pfui Teufel! Diese durch und durch von Blessing metastasierte Bank gehört zerschlagen!

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