Hauptversammlung Münchener Rück startet holprig ins Jahr

Die Stürme der Finanzkrise hat die Münchener Rück bisher gut überstanden. Auf der Hauptversammlung am heutigen Donnerstag in München wird daher auch nur mit wenig Kritik gerechnet. Zum Auftakt des Aktionärstreffens hatte Vorstandschef Nikolaus von Bomhard aber nicht nur gute Nachrichten für die Anteilseigner.

ax/HB MÜNCHEN. Ins neue Jahr ist der weltgrößte Rückversicherer nur verhalten gestartet. Eine Reihe von Großschäden durch Naturkatastrophen und in der Industrieversicherung belastete das Ergebnis, hinzu kamen Abschreibungen auf Aktienpositionen. Das Ergebnis im ersten Quartal sei "nicht ganz so gut" ausgefallen wie im Vorjahr, als die Münchener Rück eine Milliarde Euro verdient hatte, sagte Konzernchef Nikolaus von Bomhard. Die Jahresziele sind nach derzeitiger Sicht aber nicht in Gefahr.

"Es wäre unrealistisch zu erwarten, dass sich das besonders hohe Vorjahresergebnis wiederholt", sagte von Bomhard auf der Hauptversammlung laut vorab verbreitetem Redetext. Einerseits dürften Steuer-Sondereffekte wie im Vorjahr ausbleiben. Außerdem erwarte man 400 Millionen Euro weniger Nettogewinn aus der Kapitalanlage. Angestrebt sei für das Gesamtjahr daher ein Gewinn von 3,0 bis 3,4 Milliarden Euro, nach dem Rekordwert von 3,9 Milliarden Euro im Vorjahr.

Bomhard warb vor den Aktionären wieder einmal für das Zwei-Säulen-Modell der Münchener Rück. Es sei sinnvoll, Erst- und Rückversicherung unter einem Dach zu halten. Das stärkere Wachstum sei in der Erstversicherung zu erwarten, in der Rückversicherung gebe es die höheren Gewinnchancen. "Mit Erst- und Rückversicheurng unter einem Dach können wir uns von der Volatilität und den Zyklen der Rückversicherungsmärkte besser abkoppeln und Gewinne verstetigen." In der Vergangenheit hatte es immer wieder Rufe nach einer Zerschlagung des Konzerns durch einen Verkauf der Ergo-Gruppe gegeben.

Der schwedische Großaktionär Cevian, der nach seinem Einstieg Veränderungen bei der Münchener Rück gefordert hatte, stellte aber schon vor der Hauptversammlung klar, dass er diese Forderung derzeit nicht erhebt.

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