Heta-Gläubiger
Aufsicht soll „weiteren Schaden“ abwenden

Österreich will das Tafelsilber der „Bad Bank“ Heta verkaufen – doch die Gläubiger wehren sich. Der Notverkauf von Aktiva sichere keine optimale Verwertung für die Gläubiger, teilen die beauftragten Anwaltskanzleien mit.
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WienGläubiger der österreichischen „Bad Bank“ Heta Asset Resolution AG verlangen die Schaffung eines Überwachungsgremiums, das vermeiden soll, „dass die Bundesregierung weiteren Schaden anrichtet“. Die Forderung entstammt einem Strategiepapier, das im Auftrag einer Gruppe von Anleihegläubigern von Rechtsanwälten erstellt wurde.

Der österreichische Staat als einziger Gesellschafter von Heta würde im Fall einer Insolvenz leer ausgehen und plane einen Notverkauf von Aktiva, mit dem keine optimale Verwertung für die Gläubiger erreicht werden könnte, heißt es in dem von den Anwaltskanzleien Kirkland & Ellis International LLP und Binder Grösswang erstellten Papier.

Österreich „hat über Jahre hinweg keine wirksame Corporate Governance sichergestellt und versucht nun, sich seiner Verantwortung zu entziehen, indem es die Vermögensgegenstände der Heta überstürzt liquidiert“, heißt es in dem Dokument, das Bloomberg News vorliegt.

Österreich sah sich 2009 gezwungen, die ehemalige Kärntner Staatsbank Hypo Alpe-Adria-Bank International AG in Bundesbesitz zu nehmen. Die Heta wurde gegründet, um deren toxische Vermögenswerte zu bündeln. Nachdem sie Hilfszahlungen von 5,5 Mrd. Euro geleistet hatte, entzog die Bundesregierung im März dem Institut seine Unterstützung. Gleichzeitig verhängten die Regulierer ein Schuldenmoratorium. Im Juni gab Heta eine Kapitallücke von 7 Mrd. Euro bekannt – und teilte mit, sie müsse in Insolvenz gehen, wenn die Gläubiger sich nicht an den Verlusten beteiligten.

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