Heta-Vergleich
Fitch lobt BayernLB

Die BayernLB vergleicht sich mit der österreichischen Regierung – und bekommt dafür Lob von der Ratingagentur Fitch. Die Einigung stabilisiere die Situation der Bank und sorge für Sicherheit, so die Analysten.
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FrankfurtDie Ratingagentur Fitch sieht den geplanten Vergleich zwischen der BayernLB und Österreich im Streit über die Abwicklung der Krisenbank Heta positiv. Durch die Vereinbarung nehme die Unsicherheit ab und die Münchener Landesbank sei nicht mehr abhängig vom Ausgang diverser Gerichtprozesse, erklärte Fitch am Dienstag. „Die BayernLB hat dieses Kapitel abgeschlossen und kann sich auf das Kerngeschäft fokussieren“, sagte Fitch-Analyst Roger Schneider der Nachrichtenagentur Reuters. Das laufe ganz gut, wie die Zahlen des ersten Quartals gezeigt hätten.

Die Alpenrepublik will im Rahmen des Vergleichs mindestens 1,23 Milliarden Euro nach München überweisen, was etwa der Hälfte der ausstehenden Forderungen entspricht. Im Gegenzug sollen alle anhängigen Gerichtsverfahren zwischen beiden Seiten eingestellt werden. Da die BayernLB bereits Ende 2014 gut 1,2 Milliarden Euro auf ihr Heta-Engagement abgeschrieben hat, erwartet Fitch nicht, dass auf die Bank wegen des Vergleichs signifikante zusätzliche Verluste zukommen. Das mache es für das Geldhaus auch leichter, bis 2017 weitere 2,3 Milliarden Euro an Staatshilfen an den Mehrheitseigner Bayern zurückzuzahlen.

Ein Problem bringt der Vergleich aus Sicht von Fitch jedoch mit sich. Österreich will die 1,23 Milliarden Euro nämlich nicht direkt an die Bank überweisen, sondern auf ein Sperrkonto des Freistaats. Falls die Heta ihre Schulden bei der BayernLB nicht begleicht, fließt das Geld vermutlich weiter an die Bank. Sollte das passieren, rufe es möglicherweise die EU-Kommission auf den Plan, warnt Fitch. Sie könnte prüfen, ob es sich um staatliche Beihilfen handle. Personen aus dem Umfeld der Bank sind allerdings zuversichtlich, dass kein neues Beihilfeverfahren ausgelöst wird. Ein BayernLB-Sprecher äußerte sich dazu nicht. Das Institut werde den angedachten Vergleich eingehend prüfen, betonte er. „Eine für die BayernLB wirtschaftlich sinnvolle Lösung würde die Bank in die Lage versetzen, nun auch die letzte Altlast für die Bank hinter sich zu lassen.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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