Höhere Preise durchgesetzt: Naturkastrophen helfen Münchener Rück

Höhere Preise durchgesetzt
Naturkastrophen helfen Münchener Rück

Nach der Serie von Großschäden durch Naturkatastrophen hat die Münchener Rück höhere Preise bei ihren Kunden durchgesetzt. Anfang des Jahres lief die so genannte Erneuerungsrunde für Rückversicherungsverträge.

HB MÜNCHEN. „Im Durchschnitt wurden für das erneuerte Geschäft Ratenerhöhungen von 3 Prozent erzielt“, teilte der Konzern am Mittwoch in München mit. Damit sei die Basis für einen kräftigen Beitrag des Rückversicherungsgeschäfts zum Konzerngewinn 2006 geschaffen, sagte Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek. Für die folgenden Erneuerungsrunden im April (für Japan und Korea) und Juli (USA, Australien und Lateinamerika) erwarte die Münchener Rück ein ähnlich stabiles Marktumfeld wie zuletzt. Besonders die Verhandlungen über einen Großteil der Naturkatastrophendeckungen in den USA dürften sich positiv auf die Preise auswirken, hieß es.

Bei der turnusmäßigen Vertragserneuerung zu Jahresbeginn standen in der Schaden/Unfall-Rückversicherung zwei Drittel des Vertragsvolumens der Münchener Rück mit einer Beitragssumme von rund 8,9 Mrd. Euro zur Erneuerung an. Nach Jahren guter Bedingungen für die Rückversicherer waren zuletzt nachgebende Preise erwartet worden. Doch führen Naturkatastrophen wie die Serie verheerende Hurrikane in den USA zu steigenden Preisen für Rückversicherungen, mit denen sich Erstversicherer absichern.

Die Münchener Rück erklärte, das Prämienvolumen aus der jüngsten Erneuerung werde sich um rund 5 Prozent erhöhen. 7 Prozent Neugeschäft seien zusätzlich gezeichnet worden; rund 6 Prozent der bisherigen Verträge seien dagegen wegen unangemessener Bedingungen nicht erneuert worden.

Erzrivale Swiss Re hatte am Dienstag mitgeteilt, das Prämienvolumen aus der Erneuerung zu Jahresbeginn um 1 Prozent steigern zu können. Bei den erneuerten Verträgen seien um 6 Prozent höhere Prämien erreicht worden. Die Swiss Re zeichnete mehr Neugeschäft als der Münchener Rivale, erneuerte aber auch einen größeren Anteil der anstehenden Verträge nicht. Münchener Rück und die Swiss Re sind die weltweit führenden Rückversicherer, wobei die Schweizer durch den Zukauf des Rückversicherungsgeschäfts von General Electric mittlerweile Branchenführer ist.

Angaben zum Gewinn 2005 machte die Münchener Rück nicht. Das Unternehmen muss eine Schadenbelastung von 1,5 Mrd. Euro nach Steuern durch die Hurrikane in den USA verdauen. Dies wurde aber durch Milliardenerträge aus dem Verkauf von Beteiligungen etwa an der Allianz oder durch den Tausch der Anteile an der HVB in Aktien von deren neuem Mutterkonzern Unicredito ausgeglichen. Die Münchener Rück hat sich für das vergangene Jahr eine Kapitalrendite von 12 Prozent zum Ziel gesetzt, was einem Rekord-Nettogewinn von etwa 2,6 Mrd. Euro entsprechen würde nach 1,9 Mrd. 2004.

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