Höherer Bedarf an langfristigen Finanzierungen: Sparkassen vergeben mehr Kredite

Höherer Bedarf an langfristigen Finanzierungen
Sparkassen vergeben mehr Kredite

Unternehmen fragen bei Sparkassen wieder deutlich mehr langfristige Finanzierungen nach. Ein Plus von 36 Prozent auf 816 Mill. Euro meldete am Dienstag die Stadtsparkasse Düsseldorf.

DÜSSELDORF. Wenige Tage zuvor hatte bereits die Sparkasse Aachen von Zuwächsen berichtet. Beide Häuser gehören zu den zehn größten Sparkassen in Deutschland. Nach einem jahrelang schleppenden Kreditgeschäft profitieren die Institute nun von der konjunkturellen Erholung. Man registriere eine breite Kreditnachfrage über alle Branchen, „wobei der exportorientierte Handel eine besondere Stellung einnimmt“, sagte am Dienstag Heinz-Martin Humme, Chef der Stadtsparkasse Düsseldorf.

Im Firmengeschäft arbeiten die Düsseldorfer nach eigenen Angaben gut mit der WestLB im Gemeinschaftskreditgeschäft zusammen. Durch den Schulterschluss gewann die Sparkasse laut Humme aber keinen einzigen neuen Kunden. Unabhängigkeit demonstrieren die großen rheinischen Sparkassen wie Aachen, Düsseldorf oder die beiden Kölner Institute im Geschäft mit vermögenden Privatkunden. Die WestLB betreibt dieses Geschäft seit der Übernahme durch die Weberbank. Kürzlich eröffnete sie eine Filiale in Düsseldorf. „Die Profile überlappen sich, weshalb man genau hinschaue“, heißt es bei den Düsseldorfern.

Die Sparkasse betreut in der Landeshauptstadt rund 2 500 Kunden mit einem Vermögen von mehr als 250 000 Euro. Dies entspricht laut Sparkasse einem Marktanteil von 15 Prozent. Aufholen konnte das Institut ebenfalls bei Konsumentenkrediten mit einem Plus von 53 Prozent auf 52 Mill. Euro. Die Sparkasse hatte früh mit Sonderkonditionen auf die steigende Konkurrenz der Direktbanken reagiert. Ihr Vorgehen zeigt, dass aggressive Sparkassen sehr wohl Kundengelder von den Direktbanken zurückgewinnen können.

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