Höheres Gegenangebot
Nasdaq rüttelt an Fusion von Nyse und Deutscher Börse

Um die traditionsreiche New York Stock Exchange entbrennt eine Übernahmeschlacht. Die US-Technologiebörse Nasdaq will der Deutschen Börse die Nyse wegschnappen und legt ein höheres Übernahmeangebot vor.
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New YorkDie Deutsche Börse muss um ihre geplante Fusion mit der Wall Street zum weltgrößten Börsenkonzern bangen. Die US-Börsen Nasdaq OMX und IntercontinentalExchange (ICE) wollen mit einer knapp 20 Prozent höheren Gegenofferte für die Nyse Euronext die geplante Fusion der New Yorker und der Frankfurter Börse sprengen. Nasdaq und die Rohstoffbörse ICE teilten am Freitag mit, 42,50 Dollar je Aktie für den US-Börsenbetreiber Nyse Euronext zu bieten. Der Gesamtwert des seit Wochen vorbereiteten Angebotes liege bei 11,3 Milliarden Dollar mit einem Baranteil von 1,65 Milliarden Dollar. Hinzu kommt ein Tausch von 0,1436 ICE-Aktien für eine Aktie von Nyse Euronext.

Einige Analysten halten das neue Angebot für attraktiv, vor allem weil Börse-Chef Reto Francioni nur einen Aktientausch ohne Barkomponente angeboten hat. "Die Deutsche Börse steht jetzt natürlich unter Druck, nachzubessern. Aber ich halte es durchaus nicht für ausgemacht, dass sie auch wirklich nachlegen", sagte Analyst Roland Pfänder von der Commerzbank. Es gibt aber auch andere Stimmen: "Der Deal ist nur mäßig attraktiv für Nyse-Aktionäre, da die Barkomponente eine untergeordnete Stellung hat und die strategische Überlegung nicht überzeugt", sagte Christian Muschick von Silvia Quandt. Von der transatlantischen Hochzeit zur weltgrößten Börse versprechen sich Deutsche Börse und Nyse Euronext Kostenvorteile in Höhe von 300 Millionen Euro und große Chancen auf Umsatzsteigerungen, vor allem auch mit möglichen Partnern in Asien.

Die Deutsche Börse gab sich angesichts des Störfeuers aus den USA gelassen: Man sei "weiterhin der festen Überzeugung, dass der angekündigte Zusammenschluss von Deutsche Börse AG und NYSE Euronext die bestmögliche Kombination für die jeweiligen Aktionäre und die Stakeholder der beiden Unternehmen darstellt".

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  • Genau! Da wird lieber noch ein bißchen mehr US Geld gedruckt, damit man bezahlen kann.

  • Guten Tag,..... Fragen Sie mal in Toulouse bei Airbus nach. Da gab es mal einen Auftrag vom Pentagon ueber die Lieferung von Tankflugzeugen. Sie glauben doch nicht allen Ernstes dass die Amerikaner ihre heiligen Staedten an die Krauts verkaufen. Besten Dank

  • Eine Frage der Ehre - das Motto gilt hier wohl bei dem Bietergefecht um die Vorherrschaft auf dem Global player Aktienmarkt.

    Zu welcher Rekordsumme es letztendlich oder wer den Zuschlag erhält bleibt spannend und dieser kleine Einblick "hinter die Kulissen der Machtzentralen der Geldwirtschaft" könnte durchaus Stoff für mehr bieten.

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