Hohe Strafe
Libor-Skandal kostet Rabobank eine Milliarde Dollar

Einem Medienbericht zufolge muss die niederländische Rabobank im Libor-Skandal fast doppelt so viel bezahlen wie erwartet. Barclays und die Royal Bank of Scotland waren wesentlich günstiger davongekommen.
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BangaloreDer niederländischen Rabobank droht einem Medienbericht zufolge wegen ihrer Rolle im weltweiten Skandal um die Manipulation wichtiger Zinssätze eine Strafzahlung von knapp einer Milliarde Dollar.

Britische und amerikanische Behörden könnten das Finanzinstitut bereits in der kommenden Woche mit der unerwartet hohen Geldbuße belegen, berichtete die „Financial Times“ unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Zuvor war damit gerechnet worden, dass das Bußgeld bei mehreren Hundert Millionen Dollar liegt. Als möglich galt eine Summe zwischen den 470 Millionen Dollar, die Barclays zahlen muss, und den 612 Millionen Dollar Strafe für die Royal Bank of Scotland.

Die Rabobank wäre das fünfte Kreditinstitut, das in dem Skandal einen Vergleich mit den ermittelnden Behörden erzielt. Die Bank lehnte eine Stellungnahme ab. Wegen Manipulationen des Interbanken-Zinssatzes Libor wird gegen ein Dutzend Banken ermittelt, darunter die Deutsche Bank. Hier gilt eine Einigung noch in diesem Jahr jedoch als unwahrscheinlich.

Den Händlern wird vorgeworfen, mehrere Interbanken-Zinssätze zu ihren Gunsten manipuliert zu haben, um Handelsgewinne einzustreichen. Auf Zinssätzen wie dem Libor oder dem Euribor basieren weltweit unzählige Finanzgeschäfte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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