Hoppenstedt befürchtet Trend zum anglo-amerikanischen System: Sparkassen gegen London als EU-Standort

Hoppenstedt befürchtet Trend zum anglo-amerikanischen System
Sparkassen gegen London als EU-Standort

Die deutschen Sparkassen haben die Wahl Londons als Standort für den neuen EU-Bankenausschuss bedauert. Er sei nicht glücklich mit dieser Lösung, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Dietrich Hoppenstedt, am Mittwochabend im Club Wirtschaftspresse München.

HB MÜNCHEN. „Das könnte zu einer Nivellierung der Bankenvielfalt in Europa führen.“ Hoppenstedt zeigte sich zudem zuversichtlich, dass das Sparkassensystem trotz der Debatte um einen Verkauf der Sparkasse Stralsund auch in den nächsten Jahren mit Hilfe steigender Renditen verteidigt werden kann. Die EU-Finanzminister hatten entschieden, dass der Ausschuss für die Regulierung der Versicherungsbranche nach Frankfurt/Main kommt. Der Bankenausschuss soll dagegen in London angesiedelt werden. Dies könne Nachteile für alle Regionalbanken bedeuten, sagte Hoppenstedt. Die Einrichtungen sollen der Kern einer europäischen Finanzmarktaufsicht sein.

Hoppenstedt warb erneut für das deutsche Drei-Säulen-Modell. „Wir haben ein insgesamt höchst leistungsfähiges kreditwirtschaftliches System.“ Die Sparkassen garantierten den Wettbewerb in der Fläche und eine Versorgung des Mittelstands mit Krediten auch in konjunkturell schwierigen Zeiten. Die privaten Großbanken seien an ihrer derzeit schwierigen Lage weitgehend selbst schuld. Sie hätten den inländischen Privatkundenmarkt sträflich vernachlässigt.

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