HSBC
Eine teure Brexit-Rechnung

Die britisch-asiatische Großbank HSBC wappnet sich für den Brexit. Ein Umzug von der Insel nach Frankreich könnte bis zu 300 Millionen Dollar kosten. Immerhin erfreuen die Zahlen fürs erste Halbjahr.
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LondonBislang sind die Kosten für den bevorstehenden Brexit noch überschaubar – aber HSBC-Chef Stuart Gulliver befürchtet Schlimmes: Bis zu 300 Millionen Dollar könnte es kosten, wenn die Bank im Zuge des EU-Austritts einen Teil des Geschäfts von der Insel Geschäft nach Paris verlagern muss, prognostiziert er.

Würde man keine Maßnahmen ergreifen, könnten Umsätze in Höhe von einer Milliarde Dollar in Gefahr sein. Gulliver betonte jedoch, dass man dies nicht erwarte. 1000 HSBC-Mitarbeiter müssen damit rechnen, im Zuge des Brexit ihre Koffer packen zu müssen – allerdings wohl ohne ihren heutigen Chef, der für 2018 seinen Rücktritt angekündigt hat. Ein Nachfolger für Gulliver wurde noch nicht ernannt. Im zweiten Quartal gab HSBC für Brexit-Vorbereitungen vier Millionen Dollar aus.

Die genannte Summe von 300 Millionen Dollar habe sich aus einer Kalkulation ergeben, was ein Umzug nach Frankreich kosten würde, sagte Gulliver. Die Großbank hatte angekündigt, 1000 Jobs nach Paris zu verlagern..

Immerhin lief das Geschäft der britisch-asiatischen Großbank zuletzt gut. In den ersten sechs Monaten stieg der Vorsteuergewinn der Bank um fünf Prozent auf 10,2 Milliarden Dollar, dabei hatten Analysten mit einem Rückgang gerechnet. Die BNK startet nach DEM unerwartet guten ersten Halbjahr den nächsten milliardenschweren Aktienrückkauf.

Vor allem in Asien konnte HSBC wachsen. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr zwar auf 26,2 Milliarden Dollar, allerdings lag das auch daran, dass HSBC Sparten verkauft hatte. Für die Aktionäre wurde ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von zwei Milliarden Dollar angekündigt.

Korrespondentin des Handelsblatts.
Kerstin Leitel
Handelsblatt / Korrespondentin

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